Fr

25

Okt

2013

D = Denmark oder Dutchland

Zum Abschluss des Kapitels USA hier noch eine Anekdote:

Obwohl unsere Wohnkabine vorne in großen Lettern die Aufschrift ALEMANIA trägt, vorne und hinten die deutschen Kennzeichen angebracht und außerdem an zwei Stellen kleine Deutschland-Flaggen aufgeklebt sind, werden wir permanent gefragt, woher wir eigentlich kommen. Daran haben wir uns zwar gewöhnt, manchmal jedoch kommt es zu haarsträubenden Äußerungen.

Vor geraumer Zeit haben wir in Gypsy sitzend mitbekommen wie sich draußen drei Leute über unsere vermeintliche Herkunft unterhalten. Zwei Männer waren sich ganz sicher, dass das D auf dem Kennzeichen für Denmark steht. Der Dritte meinte, dass vorne aber Alemania draufsteht und glaubt, dass das Germany bedeutet. Die beiden anderen hielten das für total abstrus und beharrten auf Denmark. Wir haben das Ratespiel nicht aufgelöst. Gelegentlich wird die Aufschrift Alemania auch mit Australia gleichgesetzt.

Übertroffen wurde dies nun auf dem ersten Campingplatz in Mexiko. Dort waren wir nicht nur das mit Abstand kleinste Fahrzeug auf dem Platz sondern auch das einzige Nicht-amerikanische bzw. Nicht-kanadische. Morgens kommt ein US-Amerikaner zu uns um die Herkunftsfrage zu stellen.

Ami: Good morning guys. I have seen your rig and am wondering where are you from?

Wir: Germany.

Ami: But there is a D on your license plate, this must be Denmark.

Wir: No Sir, the D means Deutschland.

Ami (guckt verwundert): What is that?

Wir: We are from Germany. The D means Deutschland. In German it is Deutschland and in English it is Germany.

Ami (total verwirrt): Yeah, but what is the D for? 

Wir (an seiner Intelligenz zweifelnd): Deutschland. D means Deutschland, that's the German name for Germany.

Ami: Okay, yes, Dutchland. So what does this mean?

Wir: ???

Ami: Does Dutchland include Germany, too?

 

Wir rufen innerlich die Pisa-Polizei herbei, schütteln den Kopf und lenken ihn auf zwei andere Hinweise. Aber er kann weder mit der Aufschrift Alemania noch mit der Flagge der Europäischen Union etwas anfangen.

Somit haben wir unseren Bildungsauftrag an dieser Stelle wohl nicht erfüllt. Glücklicherweise haben wir aber auch sehr viele gebildete Amerikaner getroffen.

 

Do

24

Okt

2013

Abschied von den USA

Die letzte Nacht vor dem Grenzübertritt verbringen wir aber schöner: Wir campen im „Patagonia Lake State Park“ ganz in der Nähe der Grenzstadt Nogales. Hier genießen wir am Seeufer bei angenehmen Temperaturen unseren (vorerst) letzten Abend in den USA und trinken ein kühles Bier auf 6 wunderschöne Monate in den USA. Es war eine tolle Zeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und wir kommen ganz sicher wieder – aber dann auch zum Ski fahren :-)

Di

22

Okt

2013

Ungewollter Stopp bei Phoenix

Nachdem wir in Phoenix erfolgreich unser Paket abgeholt haben geht es weiter Richtung mexikanische Grenze. Obwohl wir die USA ungern verlassen so freuen wir uns gleichzeitig auf Mexiko. So kommt es, dass wir keine rechte Lust verspüren die hektisch wirkende Großstadt Phoenix zu besichtigen. Also fahren wir nach einem Einkauf im Columbia Outlet einfach an der Stadt vorbei. Alles läuft prima bis Gypsy plötzlich auf dem Highway ein wenig mehr schwankt als gewöhnlich. Sofort rudert ein auf der Nebenspur fahrender Amerikaner mit den Armen und deutet auf unseren rechten Hinterreifen. Also fahren wir schnell rechts ran und sehen, dass das rechte Hinterrad fast platt ist. Zum zweiten mal…Wir haben bereits in Santa Fe eine Schraube aus diesem Reifen entfernen lassen. Das hat ja nicht wirklich funktioniert. Also runter vom Highway (zum Glück noch stadtnah) und auf zum nächstbesten Reifenservice. Reifenfuzzi Nr. 1 kann Gypsy nicht auf die Hebebühne  hieven – ist eben schon ganz schön schwer unser Kleiner. Aber wir sind ja in den USA und da ist natürlich Reifenfuzzi Nr. 2 nicht weit. Der meint natürlich (wie wir auch), dass die Reifenreparatur nicht fachgerecht ausgeführt wurde und sich das Leck an der alten Stelle  befindet. Aber nach kurzer Kontrolle stellen alle Beteiligten fest: Das Loch ist dicht. Wir stellen fest, dass das Ventil undicht ist. Der professionelle Reifenhändler lehnt allerdings aus Haftungsgründen eine Reparatur ab, weil der Reifen ja schon mit einem „Docht“ geflickt ist. Immerhin schenkt er uns das neue Ventil und empfiehlt uns den Reifenfuzzi Nr. 3 aufzusuchen, der vielleicht das Ventil austauscht. Vielleicht, vielleicht auch nicht…Das klingt nicht besonders optimistisch und wo wir ja schon mal bei einem großen Reifenhändler sind, da fragen wir einfach mal nach einem Angebot für neue Schlappen. Das Profil unserer BFG Mud Terrain Reifen neigt sich ohnehin deutlich dem Ende und es zeigen sich vermehrt poröse Stellen. In Mexiko wollen wir ohnehin neue Pneus kaufen, denn auf der Baja California haben wir bereits ein gutes Angebot bekommen, welches deutlich unter den USA Preisen lag, ganz zu schweigen von den Preisen in Deutschland. Sehr zu unserem Erstaunen macht der freundliche Reifenfuzzi aber ein Angebot welches unter dem mex. Preis liegt und er hat sogar die neuen BFG All Terrain vorrätig. Er nimmt sogar drei unserer alten Reifen in Zahlung und so bekommt unser Landy ganz spontan neue Schluffen. Zwar ist die Optik wegen des anderen Profils jetzt „weniger offroad“ aber dafür (glauben wir zumindest) laufen die Reifen leiser – sofern man bei einem Landy von leiser sprechen kann.

Da es inzwischen schon spät ist verbringen wir die Nacht auf dem nahe gelegenen WalMart Parkplatz und setzen unsere Fahrt morgens „neu besohlt“ fort. Und da der Landy immer gut behandelt werden will erhält er auch noch einen großen Service - irgendwo nördlich von Tucson auf einem Schotterplatz. Danach noch ein paar Lebensmittel einkaufen und abends finden wir entlang der Strecke mal wieder ein Casino, auf dessen Parkplatz wir übernachten können. Für eine Zwischenübernachtung allemal okay.

Di

22

Okt

2013

Baby-Klappe – Weiterentwicklung in den USA

Anfangs waren wir überrascht, aber dann doch auch irgendwie angetan von dieser revolutionären Idee: Während sich in Europa Babyklappen für „ungewollte Kinder“ erst vor einigen Jahren etabliert haben, ist man in den USA schon einen Schritt weiter. Hier gibt es „Baby Changing Stations“. Wenn euch euer Kind mal wieder tierisch nervt oder den ganzen Tag nur rumschreit oder sich der süße Fratz zum Monster entwickelt - einfach in die USA reisen und umtauschen! Ob der Umtausch dann etwas Besseres bringt können wir natürlich nicht garantieren. Selbstverständlich ist auch für diesen Tipp jegliche Haftung ausgeschlossen!

So

20

Okt

2013

Sedona/Arizona – rote Felsen

Nachmittags kommen wir in Sedona an und sind überrascht, welcher Trubel hier herrscht. Der Ort ist mega touristisch und es wimmelt nur so von Touranbietern, Restaurants, Souveniershops und Leuten. Das ist uns zuviel aber die Landschaft ist umwerfend: eine herrliche Kulisse mit gewaltigen roten Felsen. Davon wollen wir mehr sehen. So machen wir am nächsten Morgen eine Rundfahrt über die Dirt Road 525 und gelangen zum Ausgangspunkt für unsere Wanderung zum Boynton Canyon. Der Weg führt durch eine Gegend mit roten Felsen, Kakteen und dann durch einen herbstlich bunten Eichenwald. Hier gibt es noch viele andere Wanderwege und auch Strecken zum Mountainbiken – leider naht jedoch unser Ausreisetermin und so ziehen wir weiter.

Fr

18

Okt

2013

Überraschung in Flagstaff

Nach den unglaublichen versteinerten Bäumen geht’s weiter in Richtung Flagstaff, um dann via Phoenix nach Nogales (dem Grenzübergang nach Mexiko unseres Vertrauens) zu fahren. Völlig ungeplant stellt sich dabei dank moderner Informationstechnologie heraus, dass sich die Routen- und Zeitplanung mit der von unseren Freunden Eva und Frank kreuzt! Noch ein kurzer Anruf und schon treffen wir uns in Flagstaff und verbringen zwei sehr schöne Abende und die halbe Nacht quatschend und lachend zusammen. Die Welt - ein Dorf!

In der Nähe von Flagstaff besichtigen wir noch den Walnut Canyon (mal wieder ein guter Tipp von "Hansi" unserem Reiseführer). Eine tolle, bewaldete Schlucht und dazu noch gut erhaltene Cliff Dwellings (Felswohnungen) aus dem 12 Jahrhundert - sehr sehenswert. Auf dem Parkplatz ergibt sich dann noch spontan ein kurzes, europäisches Treffen: Zuerst spricht uns ein deutscher Wohnmobilist an, der mit dem eigenen Fahrzeug die USA bereist. Gleich nebenan parkt ein französisches Paar. Die beiden haben nicht nur das gleiche Reiseziel wie wir (Feuerland) sondern auch einen ähnlichen Zeitplan und wollen ebenfalls in wenigen Tagen den gleichen Grenzübergang in Nogales/Arizona nutzen. Wir plaudern ein wenig mit den sympathischen Franzosen, tauschen die Kontaktdaten aus und hoffen auf ein Wiedersehen entlang der Route.  

 

Do

17

Okt

2013

Petrified Forest National Park

 

Nach gut 10 Tagen ist der Government Shutdown endlich beendet. Wurde ja auch Zeit! Aufgrund des Shutdowns wurden 800.000 Staatsangestellte vorübergehend nach Hause geschickt und somit auch alle Nationalparks, National Recreation Areas und zum Teil sogar National Forests geschlossen. Aber wir haben mal wieder ein glückliches Händchen für das richtige Timing. Nach der Einigung am Vortag ist der Petrified Forest NP wieder geöffnet. Ohne große Erwartungen (haben noch nie etwas von diesem Park gehört) zieht uns aber sofort das erste Teilgebiet, die Painted Desert, in ihren Bann. Völlig von den „Socken“ sind wir aber, als wir die versteinerten Bäume erblicken. Vor ca. 200 Mio. Jahren war hier ein Waldgebiet - kaum vorstellbar, wenn man die heutige Landschaft betrachtet. Wasser, Sediment und Naturkräfte haben über einen unvorstellbaren Zeitraum diese Bäume versteinern lassen. Aus weiterer Entfernung hat man noch den Eindruck, dass es sich um Holz handelt. Erst bei näherer Betrachtung sieht man den Unterschied und realisiert, dass es Steine sind. Trotzdem sind Astgabeln, Baumrinde oder Jahresringe oft sehr gut erkennbar. Verschiedene Mineralien sorgen zudem für eine einzigartige Farbenbracht. Der Nationalpark gefällt uns so gut, dass wir einen weiteren Tag hier bleiben. Wirklich toll!

 

Do

10

Okt

2013

M&M sind einfach toll - gemeinsam durch New Mexico


Wir haben es schon immer gewusst - auf M&M ist Verlass! Am 08. Oktober besuchen uns unsere Freunde Manuela und Michael aus Darmstadt in Albuquerque/New Mexico! 6 Monate Trennung sind einfach schon viel zu lange her.

Die Ballon Fiesta in Albuquerque zwingt uns vier zum frühen Aufstehen, denn der Ballon Glow startet in der Morgendämmerung. Noch halb verschlafen machen wir uns zu dem wohl weltgrößten (wer hätte das gedacht?!) Ballon Fest und sind sofort begeistert von ca. 500 Ballons, die gerade startklar gemacht werden. Heute ist „Special Shape Rodeo“ angesagt und wir können unglaubliche Ballon-Formen bewundern: Darth Vader, Spider-Pig, die Arche Noah, Bumblebees, ein deutsches Feuerwehrauto, einen „Äbbelwoi-Bembel“, Gänseblümchen, einen Helloween Kürbis und viele andere spektakuläre und kunterbunte Ballons. Faszinierend! Aufgrund starken Windes müssen die Ballons leider am Boden bleiben aber das macht fast nichts.

Die Stadt Albuquerque überzeugt uns allerdings nicht, schon gar nicht, als man uns mal wieder das Bier verweigert: No ID – No beer! Mann, was können wir dafür, dass wir noch so jung aussehen?!?

Santa Fé ist eher nach unserem Geschmack, hier kann man schon mittags problemlos beim Länderspiel Deutschland vs. Irland Bier trinken – ganz ohne ID ;-)  Den Mädels gefallen Schmuck aus indianischer Handwerkskunst sowie die tollen Westernstiefel. Obwohl der Tourismus in Santa Fé stark ausgeprägt ist, gefällt es uns hier besser (Zitat Herr Schmitt: „ist auch ne Stadt“) und wir schlendern durch Künstlerviertel und kaufen auf dem Farmers Market kräftig ein. Nachmittags zaubern wir uns am Ufer des Rio Grande ein wunderbares Menü und genießen die Sonne, obwohl die Temperaturen doch so langsam kühler werden.

Weiter geht unsere Reise zu viert auf der „High Road“ nach Taos mit Besichtigung des Wallfahrtsortes „Chimayo“ sowie einem Stopp an einem Weingut. Die Landschaft verändert sich von trister Halbwüste in eine spektakuläre Ansicht auf eine Hochebene mit gewaltigen Gipfeln im Hintergrund und einem mega Canyon – wir blicken auf die „Rio Grande River Gorge“. Die Schlucht wird von einer imposanten Brücke überspannt und bietet tolle Ausblicke. Taos selbst ist eine kleine, alternative Künstlerstadt mit Charme und schönem Panorama – unser Highlight in New Mexico. Hier verbringen wir mit Manu und Micha unseren vorerst letzten gemeinsamen Abend – wer weiß, wann und wo wir vier uns wiedersehen werden. In Costa Rica, in Brasilien zur Fussball-WM 2014 oder erst wieder in der deutschen Heimat?

 

 

Die Landschaft in New Mexiko ist staubig und trocken – ein krasser Unterschied zu der Farbenbracht in Colorado und nicht so ganz unser Ding. Außerdem ist es hier entweder sehr touristisch und aufgehübscht oder schäbig und wenig ansprechend.

Trotzdem haben wir in den 8 Tagen jede Menge Spaß zusammen: 3 Flaschen Rum, Mango-Salsa, viel Fleisch für Herrn Schmidt, ein grandioses Ballon Festival mit deutscher Beteiligung, schöne Grillabende, eine Männer-Golfrunde (knapp am Handicap vorbei) und ein Ausritt der besonderen Art auf den Spuren der Siedler und Indianer.

Sa

05

Okt

2013

Von Colorado nach New Mexico

 

Die Sonne scheint wieder (obwohl die Kamera verloren bleibt) und wir verbringen zwei schöne farbenfrohe Tage in Ouray. Neben „Faulenzen“ direkt am Wildbach und ein paar kurzen Wanderungen gibt es noch ein ausgiebiges Bad in den heißen Quellen. Eine wohltuende Abwechslung. Dann geht die Fahrt durchs herbstliche Colorade weiter über den sogenannten Million Dollar Highway nach Durango. Und obwohl wir ja mehr auf erwanderte Naturerlebnisse stehen - dieser Highway ist ein Erlebnis und jeden Cent wert! Tolle Ausblicke!!  Am nächsten Tag folgen dann 5 Stunden Fahrzeit von Durango nach Albuquerque - eher langweilig, aber es kann ja nicht immer nur spektakulär sein J

 

Sa

05

Okt

2013

Kein guter Tag…(ohne Fotos)

 

Wir starten mal wieder bei blauen Himmel und Sonnenschein in den neuen Tag. Und weil draußen alles so schön ist sorgen wir zur Abwechslung mal intern für ein paar Gewitterwolken. Danach soll die Luft ja auch viel besser sein... Noch ein wenig angespannt wollen wir in Telluride zum Mountainbiken. Schnell noch ein Foto vom Stellplatz machen und los geht’s. In der Stadt werden die Fahrräder ausgepackt und wir machen uns startklar. Aber wo ist die Kamera? Nicht vorne im Landy – nicht in der Kabine, nicht aufzufinden das Ding. Aber heute Morgen war sie doch noch da! Also fix zurück zum Campground und dort suchen – ohne Erfolg. Habe ich (Torsten) sie vielleicht mal wieder auf die Motorhaube gelegt und sie ist während der Fahrt runtergefallen? Möglich ist alles, also bleibt uns nichts anderes übrig als die Wegstrecke links und rechts per Auto und zu Fuß abzusuchen. Nach 5 Stunden vergeblicher Suche bleibt nur noch die Hoffnung auf die hinterlassene Nachricht auf dem Campground (der jetzt bis Frühjahr geschlossen ist) oder darauf, dass sich jemand auf unsere Suchmeldung beim lokalen Radiosender in der „Lost & Found“ Rubrik meldet. Große Hoffnung haben wir indes keine mehr! Da müssen wir wohl diesen Monat beim auswärts Essen sparen um das Budget wieder ins Lot zu bekommen ;-(    Schön, dass auch ein solcher Tag vorbei geht und morgen scheint hoffentlich wieder die Sonne J

 

Do

03

Okt

2013

Telluride

Wir bleiben weiterhin in den Bergen und fahren nach Telluride, ein Bergort in dem auch Sylvester Stallone und Tom Cruise eine Blockhütte besitzen sollen. Prominenz sehen wir keine aber man muss sagen, die Leute haben Geschmack. Der Ort ist noch recht beschaulich und eine kostenlose Bergbahn führt ganzjährig von zwei Seiten auf den Berg hinauf bzw. in das Skidorf. Die Pisten sehen verlockend aus – leider ist noch keine Saison. Nach einer kalten Nacht mit Schnee fahren wir am nächsten Morgen mit der Gondel hoch und unternehmen eine schöne kleine Wanderung. Die Bergwelt verwöhnt uns mal wieder mit prächtigen Farben und die Sonne scheint wie (fast) immer J. Der Rest des Tages vergeht mit Bummeln und Kaffee trinken sowie unserem ersten Versuch eine Pizza auf unserem Gasgrill selbst zu backen. Naja, der Pizzaboden war etwas brenzlig aber wir können das sicher noch verbessern.  

Fr

27

Sep

2013

Kebler Pass & Crested Butte – Farbenwunder der Natur

Am Morgen müssen wir uns leider von Sylke verabschieden. Nicht nur wir sind traurig, auch der Himmel verdrückt ein paar „Tränen“. Für Sylke geht‘s via Denver zurück in die Heimat. Unsere gemeinsame Zeit hier in Colorado war klasse!

Wir fahren weiter über den Kebler Pass zum hoch in den Bergen gelegenen Ort namens Crested Butte. Da es fast die ganze Nacht geregnet hat ist der Kebler Pass – eine Dirt Road - doch ein wenig aufgeweicht – das Fahrgefühl kennen wir ja bereits. Aber genau dafür haben wir ja einen Landy :-) Es geht in langsamem Tempo und bei Schneetreiben über den Pass (immerhin 3050 m hoch) durch einen der größten Espenwälder der Welt. Unser Timing ist perfekt - aufgrund der zuvor kalten Nächte scheinen die Herbstfarben selbst bei starker Bewölkung gerade zu explodieren. Das Espenlaub leuchtet wunderschön und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Fahrt über den Pass ist lohnenswert – sofern man das richtige Fahrzeug hat.

Passend zu den bunten Farben der Bäume werden wir im Bergort Crested Butte empfangen: In tolle Natur eingebettete farbenfrohe Häuser und eine belebte kleine Innenstadt mit gemütlichen Cafés, Restaurants und Geschäften. Nicht zu viel Rummel aber auch kein langweiliges Nest. Genau das, was wir suchen! Kaum angekommen stellen wir fest: Hier bleiben wir!  (frei nach Manu ;-)

Die nächsten Tage vergehen in der wunderbaren Umgebung und mit vielen sportlichen Aktivitäten wie im Flug. Neben ausgiebigen Wanderungen (u.a. erklimmen wir den Gipfels des Mount Crested Butte – 3700 Meter) wird auch Torstens Mountainbike über Pässe geradelt und mal wieder richtig dreckig gemacht und Doris macht in den schönen Espenwäldern einen dreistündigen Ausritt. Klasse!!! Klar, dass wir uns bei diesen Aktivitäten auch am späten Nachmittag mit der ein oder anderen Leckerei belohnen. Als kulinarisches Highlight erweist sich der Besuch beim Asia Bistro & Restaurant „Ryce“. Super Essen – wahrscheinlich der beste Asiate in unserem Leben. Für ein Essen abseits von Burgern, Steak oder Pizza in Crested Butte der Top Tipp!

Besonders erwähnenswert ist die großartige Hilfsbereitschaft und die Freundlichkeit von Joey und Bill Wheeler, Besitzer des Hotels Forest Queen sowie eines Baumaschinenverleih mit Propan-Auffüllstation. Bill befüllt problemlos unsere deutsche Flasche und beim Bezahlen lernen wir auch seine Frau Joey kennen. Beide erweisen sich als die perfekte Tourist-Information, denn sie kennen sich als echte Einheimische bestens in der Gegend in und um Crested Butte aus. Wir erhalten wertvolle Tipps zum wild campen und wandern und ganz nebenbei können wir hier auch noch unser Frischwasser auffüllen. Die beiden sind so nett, dass wir versprechen in den nächsten Tagen nochmal vorbei zu kommen. Nachdem wir dann 7 Tage viele der Tipps befolgen sagen wir zum Abschied Hallo und dürfen nicht nur wieder Wasser auffüllen sondern auch noch den total verdreckten Landy mit dem Hochdruckreiniger waschen. Was für nette Leute! Nach stundenlangem Austausch über Amerika und Europa müssen wir uns schweren Herzens von Joey & Bill sowie Crested Butte trennen. Ein absolutes Highlight unserer Reise!

@Joey & Bill: Thank you so much! What makes our stay so memorable is the warmth and generous spirit of people like you!     

Mo

23

Sep

2013

Black Canyon of the Gunnison NP & Mc Clure Pass – unbekannte Juwele

Schnee in den Rocky Mountains - was liegt da näher als ein wenig in Richtung Süden zu fahren. Unser neues Ziel ist der eher unbekannte Black Canyon of the Gunnison NP. Ein sehr tiefer (bis zu 555 Metern) und gleichzeitig sehr schmaler (345 Meter) Canyon in dunklem Gestein. Die Fahrt hierher verläuft über verschiedene Pässe, unter anderem kommen wir am berühmten Skiort Vail vorbei und überqueren unter anderem den McClure Pass. Eine atemberaube Strecke und absolut kurzweilig – die Ausblicke sind einfach grandios. Wir müssen uns wirklich zusammenreißen, damit wir nicht alle 5 Minuten für einen Fotostopp anhalten. Im Black Canyon herrscht strahlender Sonnenschein und wir unternehmen sehr schöne Wanderungen mit tollen Blicken in den Canyon und über die bunten Espenwälder. Abends am Grillfeuer werden wir sogar noch von dem netten Straßenmusikanten „Chuck“ mit Gesang und Gitarre unterhalten. Was will man mehr?!

Fr

20

Sep

2013

Rocky Mountain NP – Open Air Kino auf dem Campingplatz

Gemäß Auskunft der TouriInfo in Denver ist der Rocky Mountain National Park nach den schweren Überschwemmungen der Vorwoche wieder geöffnet so dass wir ohne Bedenken hinfahren können.  Also machen wir uns auf fast direktem Weg (ein paar Straßen sind noch gesperrt) von Denver in Richtung Parkeingang. Dort erhalten wir allerdings die Auskunft, dass der Park zwar wieder geöffnet ist, jedoch alle Wanderwege und Campingplätze auf der Ostseite geschlossen sind. Na bravo. Also fahren wir wieder ein Stück zurück um im Ort „Estes Park“, der stark von den Überschwemmungen betroffen war, einen Campingplatz zu suchen. Und da wir ja momentan zu dritt reisen brauchen wir nicht nur einen Stellplatz für Gypsy sondern auch einen Zeltplatz für Sylke. Gar nicht so einfach denn sogar der KOA Campground hat aufgrund der Überschwemmungen und der somit ausbleibenden Touristen vorzeitig die Saison beendet. Glücklicherweise öffnet der freundliche Besitzer aber für uns noch mal alle Räumlichkeiten und lässt uns freie Platzwahl. Das ist mal kundenfreundlich! Da Sylke den Platz schon aus einem früheren Urlaub kennt nehmen wir natürlich den alten Platz mit tollem Blick auf die Rockies.

Am nächsten Tag erkunden wir den Nationalpark dann nicht zu Fuß sondern mit dem Auto und fahren die „Trail Ridge Road“ ab. Auch mal sehr schön. Am späten Nachmittag schlagen wir dann unsere „Zelte“ auf dem einzigen geöffneten Campground auf, und das sogar kostenlos. Nach einer kleinen Wanderung beginnt dann das Open Air Kino direkt vor unseren Augen: eine Elchfamilie grast in aller Ruhe nur wenige Meter vom Campingplatz entfernt. Ist das spannend!!! Für ein solches „hautnah“ Erlebnis verschieben wir drei sogar das Abendessen. Am nächsten Morgen ist das Wetter wechselhaft aber wir machen trotzdem eine Wanderung in die Wildnis. Neben ein paar fleißigen Eichhörnchen erspähen wir ein Murmeltier und einen Pfeifhasen. Das Großwild lässt sich leider nicht blicken. Jedoch findet auf dem Campingplatz erneut eine Vorstellung statt: Sehr viele Hirsche (Wapitis) geben sich ein Stelldichein und spazieren über den ganzen Platz. Es ist gerade Brunftzeit und das Geblöke hält die ganze Nacht an. Wahnsinn!

Morgens sind die Hirsche wieder da. Mit ihnen aber auch 10 cm Schnee! So schnell kann also ein Wetterumschwung  im September in den Bergen geschehen. Sylke’s Zelt und Gypsy sind ganz schön eingeschneit, aber mit einem guten Kaffee und dem richtigen Outfit ist selbst der überraschende Schneefall gut zu ertragen.

Mi

18

Sep

2013

Hurra, ein Mädchen! Ab sofort reisen wir zu dritt!

 

Nach 8 1/2 Monaten ist es endlich soweit: Unsere Sylke ist da! Gesund und wohlauf (alle Beteiligten) schließen wir sie nach gut 18 stündigen Strapazen in unsere Arme. Wir sind überglücklich! Sie ist schon aus dem Gröbsten raus und kann schon alleine laufen (und wie!). Da seid ihr überrascht?!?

Am Flughafen Denver empfangen wir am 18. September unsere Freundin Sylke, die für 10 Tage mit uns reisen und wandern wird. Großartig!!! Haben wir uns doch so lange nicht gesehen. Wir wollen zusammen den Rocky Mountain Nationalpark besuchen und quatschen, wandern und Spass haben. Mehr in den nächsten Tagen.

 

Mi

11

Sep

2013

Grand Teton – Alpen in groß

Der Grand Teton Nationalpark liegt nur ca. 30 km südlich von Yellowstone, aber die Landschaft könnte kaum unterschiedlicher sein. Wie aus dem Nichts erhebt sich eine grandiose Gebirgskettte mit unzähligen Gipfeln über 3000 m Höhe und es gibt auch 4000er. Die Vegetation ändert sich entsprechend und es gibt weder Geysire noch dampfende Erde.

Wir nutzen das schöne Wetter und die herrliche Natur für ausgiebige Wanderungen. Diesmal ohne Bisons aber dafür mit Bären, Wapitis, Raupen, Pfeifhasen und Elchen!

Di

10

Sep

2013

Yellowstone: Noch mehr Schweizer, Tiere und Farbtöpfe

Es sprudelt und blubbert wirklich überall und wenn man nicht aufpasst, wird man von den wilden Tieren praktisch umgerannt. Wir haben die Zeit im Yellowstone Park wirklich genossen, obwohl es uns teilweise (trotz Nachsaison) etwas zu voll und touristisch war. Das „voll" Gefühl wird auch auf sehr unschöne Art und Weise durch die Parkverwaltung verstärkt, indem sie ca. 50% der Campingplatzkapazitäten mit dem Hinweis „Closed for season“ schließt. Dadurch gibt es unnötiger Weise am sehr frühen Morgen einen regelrechten Ansturm auf die freien Campingplätze und abends und morgens rollt eine Blechlawine aus bzw. in den Park, weil kein Übernachtungsplatz im Nationalpark zu finden war. Aus unserer Sicht völlig unnötig und das System sollte dringend überdacht werden.

Einen leider nur kurzen Abschnitt in Yellowstone verbringen wir zusammen mit den lieben Schweizern Cornelia & Tom. Wir treffen die beiden per Zufall auf einem Parkplatz. Sie sind mit einer Wohnkabine des gleichen Herstellers wie unsere unterwegs und so haben wir schnell einen „Communication Starter“. Wir quatschen stundenlang auf dem Parkplatz und besichtigen zusammen das „Mud Vulcano“ Feld, danach trennen sich unsere Wege leider vorerst. Zum Glück treffeb wir die beiden am nächsten Tag im Gebiet des "Old Faithful Geysir" wieder (ausgerechnet da, wo sich die Menschen fast stapeln). Conny und Tom gönnen sich ebenfalls eine Auszeit und leben ihr Leben. So schön Gleichgesinnte und so liebe Menschen kennen zu lernen. Leider sind unsere Reiserouten unterschiedlich, so dass es wohl kein Wiedersehen auf dieser Reise gibt. Aber vielleicht irgendwann in Europa - wir würden uns freuen!

Fr

06

Sep

2013

Sind wir nicht nett?!

Auf dem Norris Campingplatz fragen uns Schweizer, wo es Feuerholz gibt. Da der Ausgabeposten erst spät am Abend wieder besetzt ist schenken wir den beiden unser Feuerholz. Dafür werden wir mit einem netten gemeinsamen Abend und Rotwein belohnt und Torsten öffnet zur Feier des Tages seine wohlgehütete Flasche schottischen Whiskey.

Zweimal passiert es, dass wir Hilfestellung bei der Platzsuche und dem Ausfüllen der Registrierung geben. Und als der Campground komplett ausgebucht ist bieten wir einem Amerikaner an, dass wir gerne unseren Platz mit ihm teilen, was er freudig annimmt. So macht man sich Freunde…

Mi

04

Sep

2013

Yellowstone National Park - Land der Bisons und Farbtöpfe

Im Norden des Parks heißt die erste Attraktion „Mammoth Hot Springs“ und wir steuern dort den gleichnamigen Campground an. Von dort aus laufen wir zu Fuß zu den Thermalfeldern. Das heiße Quellwasser ist stark mit Kalziumkarbonat versehen und lagert sich beim Austritt an der Wasseroberfläche rund um die Öffnung ab, dadurch entstehen über Jahrhunderte die Kalksinterterrassen.

Abends beginnt dann das kostenlose „Wildlife“ Kino: Wapitis laufen ganz nah an unserem Grillfeuer vorbei. Und wir sitzen einfach nur da und genießen die Natur…

Die nächsten beiden Tage verlegen wir unseren Standort auf den Norris Campground. Hier erwandern wir das „Norris Geyser Basin“ mit farbenfrohen Heißwassserpools (nicht zum Baden geeignet!) und kleinen Geysiren. Im „Porcelain Basin“ gibt es glasklare und superblaue Pools mit strahlend weißem Untergrund. Überall dampft es aus der Erde und die Natur zeigt uns, was Geothermie ist. Am Folgetag kombinieren wir zur Abwechslung Auto und Fahrrad und radeln auf einer Nebenstrecke zur sensationellen „Grand Prismatic Spring“: ein ca. 75 x 91 m großer Pool, derart farbenfroh, dass uns die Worte fehlen. Im ganzen Park sind wir fasziniert von der Kreativität und dem Farbspiel der Natur. Allerdings riechen die einzelnen Quellen/Geysire/Matschlöcher meist ziemlich übel. Den Geruch nach faulen Eiern werdet ihr nicht vermissen und die Landschaft zeigen wir euch: Die Fotos sprechen für sich – die Farben sind nicht manipuliert!

Die Tierwelt im Park ist überwältigend! Wir sind von den vielen und unglaublich massigen Bisons (Büffel) beeindruckt. Mächtige Tiere – und schön zu erleben, wie friedlich die großen Herden hier in freier Wildbahn leben dürfen. Wir sehen auch noch einen Coyoten, Pronghorns, Wapitis und noch viel mehr Bisons.

Mi

04

Sep

2013

Die Entschleunigung setzt ein...

Über den Nordeingang am nördlichen Zipfel des Bundestaates Wyoming reisen wir in den Yellowstone Nationalpark ein. Nachdem wir die ersten sehenswerten Farbspiele im Park bestaunt haben gelüstet es uns nach einem Eis bzw. einem kühlen Blonden. Der General Store hat alles im Sortiment aber sehr zu unserem Erstaunen werden wir wegen der Dose Bier nach unserem Personalausweis gefragt. Den tragen wir natürlich nicht ständig mit uns rum - wozu auch? Da wir unser Alter somit nicht legal nachweisen können versuchen wir es auf die charmante Art und witzeln mit der älteren Dame an der Kasse, dass wir ganz sicher über 21 Jahre und leider auch schon über 40 sind. Sie könne uns also ohne Bedenken Alkohol (eine läppische Dose Bier!) verkaufen. Dieser Vorstoß stieß ganz und gar nicht auf Sympathie – präsentiert sie uns doch postwendend ein Schild mit dem Aufdruck „Alkohol nur gegen entsprechende Identifikation“ und macht uns mit hochgezogenen Augenbrauen und deutlichen Worten erneut verständlich, dass sie uns keinen Alkohol verkaufen darf, sie müsse sich 100% überzeugen, dass wir bereits über 21 sind. Unsere Reise scheint eine echte Verjüngungskur zu sein, oder? Die Lust auf ein kühles Bier wird kurzzeitig von der Freude über unser jugendliches Aussehen verdrängt. Und was soll’s: Der Kühlschrank in Gypsy ist immer gut gefüllt…und öffnet sich ohne Personalausweiskontrolle ;-)

So

01

Sep

2013

Seattle bis Yellowstone

Von Seattle machen wir uns auf relativ direktem Weg (Freeway 20) in Richtung Yellowstone Nationalpark. Dabei lassen wir den Bundesstaat Washington hinter uns und queren kleine Teile von Idaho und Montana. Natürlich könnten wir auch hier viel länger bleiben, aber erstens wollen wir viel Zeit für Yellowstone haben und zweitens wird es langsam Herbst im Nordwesten. Die ersten Blätter färben sich gelb, für uns ein Zeichen wieder Richtung Süden zu reisen. Trotzdem nehmen wir uns auch auf den „schnelleren“ Abschnitten Zeit um schöne Dinge zu unternehmen.

Do

29

Aug

2013

Seattle

Seattle im Bundesstaat Washington ist die nördlichste Stadt der kontinentalen USA und für uns der (nunmehr fast sicher :-) nördlichste Punkt unserer Reise! Nach einer regenreichen Nacht im Saltwater Statepark im Süden der Stadt machen wir uns gleich am nächsten Morgen auf in die City – bei herrlichem Wetter. Den ganzen Tag freuen wir uns über angenehme Temperaturen und strahlend blauen Himmel - eine Seltenheit im regenreichen Seattle. Wir beginnen unsere Stadtbesichtigung am Wahrzeichen der Stadt, der Seattle Space Needle (184 m hoher Aussichtsturm), fahren mit der Monorailbahn in die Innenstadt und schlendern gemütlich über den dauerhaften und sehr abwechslungsreichen Pike Place Market. Dort gibt es bei der Hausnummer 1912 die allererste Starbucks-Filiale aus dem Jahr 1971 zu sehen – für uns allerdings nur von außen, denn die Warteschlange für einen Kaffee ist uns einfach zu lang (Geduld ist noch nicht so unsere Stärke). Natürlich ist die Kaffeebude hier nicht die Hauptattraktion. Der Markt umfasst einen ganzen Straßenblock und besticht durch tolle Blumen-, Obst-, Gemüse- und Fischstände sowie Handwerkskunst und natürlich auch ein wenig Kitsch und duftende Fressbuden. Wir können dem Laden mit der Aufschrift „Bavarian Meats“ nicht widerstehen und lassen uns zu einer echten Currywurst/Pommes verleiten und kaufen auch noch Landjäger *lecker*. Danach bummeln wir stundenlang durch die Stadt inklusive der Altstadt und strapazieren kräftig unser Budget mit leckeren Destillaten und einem guten Stück vom Rind. Seattle hat uns ausgesprochen gut gefallen!

Am nächsten Tag fahren wir 25 Meilen der Stadt nach Everett. Dort ist der Flugzeughersteller Boeing zu finden und wir schauen uns dort die Ausstellung an und nehmen an der Werksführung teil. Es ist Samstag und leider arbeitet Boeing dann nicht – somit sind zwar die riesigen Flugzeuge in der Bauphase zu sehen aber kein Mensch und kein Roboter in Aktion. Wir finden die Besichtigung nur mäßig spannend, was vielleicht auch daran liegt, dass wir beide ja diverse Großfabriken kennen.

Di

27

Aug

2013

Vulkane: Mt. St. Helens + Mt. Rainier National Park

Von der Colombia River Gorge ging es gute 100 km durch dichten Wald – eine ideale Kulisse für die Verfilmung von Hänsel und Gretel. Dann erhaschen wir die ersten Blicke auf den mächtigen Vulkan Mount St. Helens. Erdzeitgeschichtlich gesehen ist dieser Vulkan erst „gestern“ ausgebrochen – 1981 um genau zu sein. Dabei ist die komplette Nordseite des Berges ab- und eingebrochen und der Berg ist seither ca. 130 Meter niedriger. Das Ausmaß der Zerstörung durch die Druck-/Aschewolke und den anschließenden Lavastrom ist heute, also nach über 30 Jahren, noch sehr gut zu erkennen. Dennoch ist auch sehr gut sichtbar, wie das Leben dort zurückkehrt und sich die Natur regeneriert und sich Stück für Stück ihren Platz zurück erkämpft.

Am nächsten Tag ging es dann zum Mount Rainer – dieser ebenfalls noch aktive Vulkan ist ringsherum mit Gletschereis bedeckt und erreicht eine Höhe von fast 4.400 m. In den niedriger gelegenen Zonen gibt es schöne Almwiesen, die uns ein wenig an die Alpen erinnern. Nur halt größer – versteht sich! Manche Teile erinnern uns auch an die Tundra in Norwegen. Das Gebiet gefällt uns sehr gut! Aufgrund schlechter Wetteraussichten haben wir gleich den Anreisetag für eine herrliche Rundwanderung genutzt. Der Gipfelblick blieb uns zwar verwehrt aber ansonsten konnten wir tolle Blicke genießen. Leider hatte der Wetterbericht dann recht und am späten Abend fing es an wie aus Kübeln zu regnen. Am nächsten Tag stand der Campingplatz am White River stark unter Wasser und die Berge ringsum waren wolkenverhangen. Drei Tage Dauerregen lautete die Wettermeldung. Deshalb haben wir uns schweren Herzens vom Mount Rainier verabschiedet und sind Richtung Seattle aufgebrochen.

Mo

26

Aug

2013

Regenwald und Wasserfälle – Colombia River Gorge

Kurz hinter Portland auf der Interstate 30 gen Osten sind auf einer Strecke von etwa 100 km mehr als 77 Wasserfälle zu bestaunen. Viele davon sind auf kurzen Wanderungen zu erreichen, vorausgesetzt man ist willig ein wenig den Berg hoch zu laufen – sonst gäbe es ja auch keinen Wasserfall :-)  Die Wanderungen beginnen unspektakulär direkt neben der viel befahrenen Straße aber schon nach ein paar Wegbiegungen befindet man sich in einem unglaublichen „Märchenwald“. Unzählige Grüntöne, Flechten und Farne in allen Größen und Moose, die ganze Bäume „einkleiden“, dazu faszinierende Baumkrümmungen und wildromantische Wasserfälle – ein wahrer Rausch der Sinne.

So

25

Aug

2013

Portland/Oregon

Von der Küste bewegen wir uns nun wieder ein Stück ins Landesinnere und besuchen Portland. Wir schlendern über den schönen "Saturday Market" (findet jeden Samstag und Sonntag statt) und bestaunen Handwerkskunst und jede Menge Essensstände. Zufällig landen wir an einer Bude, die deutsche Bratwurst verkauft. Da können wir nach über 4 Monaten Abstinenz nicht nein sagen...

In den USA begegnet uns übrigens häufig das Phänomen des "Schlange stehens". Man stellt sich in aller Ruhe an um eine Kinokarte, einen Kaffee, ein Eis, einen Burger oder hier in diesem Fall einen Doughnut zu bekommen. Voodoo Doughnuts scheinen eine Portland-Spezialität zu sein - uns war die Schlange jedoch zu lang um das Geheimnis zu lüften.

Mi

21

Aug

2013

Wunderschöne Pazifikküste Oregons!

Wir fahren die Pazifikküste des Bundesstaates Oregon entlang, sehen tolle Dünen und Leuchttürme, besuchen gemütliche Fischerorte, essen leckeren Fisch, trinken lokal gebrautes Bier und lassen es uns weiterhin gut gehen. Die Küste ist sehr abwechslungsreich und bietet Strände mit wilden Pazifikwellen oder auch ruhigere Abschnitte.

Zwischendurch ist mal wieder ein Waschtag für unsere Wäsche und Gypsy fällig. Für den Landy gibt es sogar eine Motorwäsche!

Di

20

Aug

2013

Die Höchsten: Redwood National Park

Hier sind sie nun: Die höchsten Bäume der Welt!

Nachdem wir nun schon die ältesten Bäume (im Great Basin NP) und die größten Bäume (bezogen auf die Gesamtmasse, im Sequoia NP) bestaunen durften, gibt es im Redwood NP die höchsten Bäume der Welt.

In den USA ist eben alles ein wenig größer - nicht nur die Bäume...

Sa

17

Aug

2013

Es brodelt: Lassen Volcano National Park

Wie der Name schon verrät begründet sich der Ursprung des Lassen Volcano NP aufgrund vulkanischer Aktivitäten. Der höchste Punkt des Parks „Lassen Peak“ (immerhin 3187 Meter hoch) ist erst durch einen Vulkan Ausbruch in den Jahren 1914 und 1915 entstanden. Und was tun wir, um einen schönen Ausblick über den Park zu ergattern? Richtig: hinaufwandern. Eine schöne Wanderung, wenngleich nicht spektakulär. Aber wer ist denn nach knapp 700 Höhenmetern und 8 km schon platt – da laufen wir doch gerne noch zum Bumpass Hell. Hier brodelt die Erde und es kocht und dampft an allen Ecken. Ein wunderschönes Farbenspiel für jeden Wanderer. Wir hatten das Glück, dass wir tolle Abendsonne hatten und noch dazu fast alleine auf dem gesamten Areal waren. Vielleicht gibt es noch spektakulärere Gebiete dieser Art (z.B. Yellostone), aber hier in aller Ruhe alleine zu sein war einfach fantastisch. Wir konnten uns mal wieder nicht satt sehen an der wunderschönen Natur.

Am nächsten Tag haben wir den östlichen Teil des Parks besucht und die Spitze des "Cinder Cone" Vulkankegel erklommen. Die knappen 3,2 km (einfache Rictung) sollten ja kein Problem sein - wäre da nicht der Untergrund aus Schlacke/Geröll und ein kurzer, knackiger Anstieg von 230 Höhenmetern auf nur 500 Metern. Von den wenigen Besuchern im Park waren noch weniger Menschen auf dem Wanderweg zu sehen und diese kamen irgendwie nur schleppend voran. Nach einem kurzen Stück des Aufstiegs wussten wir auch warum: mörder-anstrengend: Steiler Pfad auf rutschiger Untergrund und dazu noch brütende Sonne. Aber kein Weg ist uns zu schwer, also hinauf!!! Oben angekommen sind wir fasziniert von der herrlichen Aussicht über das vulkanische Gelände. Vor allem die bunt gefärbten Sanddünen und die Lavafelder sind großartig!

Do

15

Aug

2013

Reno/Nevada - Spielerparadies Nr. 2

Reno im Bundesstaat Nevada nennt sich selbst "Die größte kleine City der Welt" und gilt als zweitgrößtes Spielerparadies nach Las Vegas. Doch der Unterschied ist gewaltig – in Reno geht es viel beschaulicher zu als in Las Vegas und das verleiht der Stadt einen besonderen Charme. Nach einem unglaublich vielfältigem Seafood-Buffet im El Dorado Casino (Tipp aus „USA – der ganze Westen“ von Hans-R. Grundmann – ein nahezu perfekter Reiseführer, der uns nun seit 4 Monaten sehr gute Dienste leistet) haben wir uns noch ein wenig im Glücksspiel im sehenswerten Silver Legacy Casino versucht. Na ja, was sollen wir sagen, wir sind immer noch glücklich verliebt und deswegen klappt es vermutlich nicht mit dem Glück im Spiel. Man kann ja nicht alles haben!

Do

15

Aug

2013

Goldrausch im Westen - Virginia City

Virginia City ist eine gut erhaltene „Westernstadt“ wie man sie sich vorstellt. Das haben natürlich auch die Einwohner erkannt und so dreht sich hier mehr oder weniger alles darum, wie man die Touristen glücklich machen kann. Saloons, Restaurants, Cowboy-Outfits usw. Trotzdem hat sich die kleine City den Charme der alten Tagen bewahrt und die Gebäude sind auch innen sehr gut im „alten Stil“ renoviert. Wer hat noch nicht davon geträumt mal in einem richtigen Saloon zu sitzen und ein Bier zu trinken…

Di

13

Aug

2013

Berge und Strand - Lake Tahoe

 

Nach 4 Tagen Trekking in der Wildnis und der Begegnung mit einem Puma in freier Natur genießen wir nun die Zivilisation und unseren Luxusliner ;-)

Mit Lake Tahoe haben wir ein nahezu perfektes (Zwischen-)Ziel gefunden: Ein Bergsee auf 2000 m Höhe, umringt von Gipfeln der Sierra Nevada und der Carson Range. Im Sommer ist die Gegend ein Wassersport- und Wanderparadies, im Winter ein Skiparadies.

Im Ort South Lake Tahoe buchen wir uns spontan für drei Tage auf einem zentral gelegenen Campingplatz ein. Das hat den Vorteil, dass wir mal wieder mehrere Tage auf's Fahrrad umsteigen und alle „Sehenswürdigkeiten“ per Fahrrad erkunden können. Freut den Fahrer und trainiert gleichzeitig die Kalorien von der ein oder anderen Burger-Bier-Kombi ab. Bei so viel „Erholung“ werden Torsten's mitgereiste Golfschläger zum ersten mal genutzt und Doris liegt als Leseratte am Strand.

So schön - hier könnten wir es gut und gerne länger aushalten!

Mo

12

Aug

2013

Geisterstadt Bodie

Nach Wildnis folgt bei uns gerne ein wenig Stadtleben. Diesmal war die ausgesuchte Stadt aber eine echte Geisterstadt – Bodie. Am Ende einer staubigen Piste am Fuße der Sierra Nevada gelegen stehen dort heute noch ca. 150 Häuser aus der Zeit des Silber- und Goldrausches (1859-1880). Das sind nur etwa 5% der ursprünglichen Häuser und diese werden nun als „State Historic Park“ im aktuellen sprich verfallenem Zustand konserviert. Zur Blütezeit lebten in Bodie über 10.000 Menschen und es gab 65 Saloons und drei Brauereien. Die Glücksritter wussten damals schon, was gut ist! Allerdings herrschten damals wie heute in Bodie extreme klimatische Bedingungen: heiße und trockene Sommer, eiskalte und sturmgeplagte Winter mit Temperaturen bis zu -40°C und 6 m Schnee.

Weiter ging unsere Fahrt dann zum Lake Tahoe – dem größten Bergsee Nordamerikas, der zu 2/3 in Kalifornien und zu 1/3 in Nevada liegt. Mehr dazu im nächsten Blog.

Di

06

Aug

2013

Into the wild...Yosemite NP Teil 2

Wie angekündigt waren wir im Yosemite ein wenig im „Backcountry“ wandern. Gleich am Südeingang in Wawona haben wir uns um ein „Wilderness Permit“ bemüht und hatten Glück. Die von uns gewünschte Route war nicht ausgebucht und so durften wir am nächsten Tag starten. Vorher hieß es noch Rucksäcke packen und sämtliche Lebensmittel und alles "mit Duft" also auch die Zahnpasta in die Bärenkanister stecken. Diese Kanister sind im Yosemite Park obligatorisch und werden für 5 US$ Leihgebühr an die Wanderer ausgegeben. Ein solcher Behälter wiegt leer bereits 1,2 kg und wenn man wie wir tunlichst versucht, jedes Gramm Gepäck zu sparen, dann ist dies nicht gerade hilfreich. Kein Wunder also, dass das Gewicht unserer Rucksäcke auf Rekordniveau lag. Aber Sicherheit für Mensch und Bär geht vor.

Unsere Tour ging insgesamt über 4 Tage (3 Nächte), beginnend am Tuolumne Visitor Center, über das Gebiet der „Ten Lakes“ zum White Wolf Campground. Am ersten Tag führte die Strecke am Tuolumne River entlang, dann über Felsplatten und zu wunderschönen Wasserfällen, am McGee Lake vorbei und dann zu den Polly Dome Lakes, wo wir nach 19 km unser Nachtquartier aufgeschlagen haben. Neben der grandiosen Landschaft durften wir auch wieder Natur pur erleben: Unverhofft kreuzte ein ausgewachsener Mountain Lion (Berglöwe oder Puma genannt) knappe 30 Meter vor uns den Wanderweg! Nach kurzem Blickkontakt entschied der Mountain Lion dann, dass europäisches Menschenfleisch heute nicht auf seiner Speisekarte stand. Scheinbar mag die Raubkatze lieber Wildfleisch, obwohl es einfacher gewesen wäre „uns“ zu erlegen anstatt ein Reh. Zum Glück sind die Geschmäcker ja unterschiedlich – wir essen ja auch lieber Reh als Schaf ;-)  Auf jeden Fall ein unglaubliches Erlebnis! Wir haben nicht gedacht, dass wir ein solches Tier so nah erleben dürfen. Total faszinierend! Für ein Foto waren wir zu aufgeregt - das Bild ist daher leider nur geklaut.

Am nächsten Tag ging es dann weiter über wunderschöne Bergpässe bis zu einem Fluss, der kurz vor einem steilen Anstieg lag und noch ein wenig Wasser führte. Auf Wasserstellen mussten wir acht geben, da viele auf der Karte eingezeichneten Flüsse zu dieser Jahreszeit ausgetrocknet waren. Und Wasser ist eben Lebenselexir Nr. 1. Wenn wir unseren Nachtplatz gefunden haben, geht schon fast alles automatisch: Rucksäcke auspacken, Zelt aufbauen, Isomatten aufblasen und mit dem Schlafsack im Zelt verstauen. Wasssr filtern und dann was Leckeres kochen: Pasta – einfach und schnell und daher unser Essen an allen Trekking-Tagen!

Der dritte Tag führte uns erneut über Bergpässe an sehr schönen, alten Bäumen vorbei auf ein Hochplateau. Das Gebiet heißt „Ten Lakes“ – ihr könnt mal raten warum. Ein ganzer See mit kristallklarem Wasser dann für uns ganz allein und außer ein paar Tiergeräuschen absolute Stille. Wunderbar – da macht das Campen und Baden doppelt Spaß. Aus Naturschutzgründen muss man das Zelt mindestens 30 Meter vom Wasser entfernt aufschlagen. Das haben wir dann unter alten Kiefernbäumen getan und dann ließen wir den letzten Abend in der Wildnis mit einem Lagerfeuer und Wasser (leider kein Bier oder Wein) ausklingen.

Am letzten Tag ging es dann hauptsächlich bergab, ca. 18 km zurück zu Gypsy. Nach 4 Tagen jenseits der Zivilisation freuen wir uns immer wieder auf unser Zuhause und ein wenig Luxus. Auf der anderen Seite erleben wir die Tage in der Wildnis sehr intensiv und es gilt für uns immer wieder: „Nur wo du zu Fuß warst – warst du wirklich!“ Zusammenfassend: Eine tolle Tour, die einen Top Platz in unserem persönlichen Ranking erobert hat.

Di

30

Jul

2013

Bärige Natur: Sequoia & Kings Canyon NP

Den Sequoia und den King's Canyon National Park hatten wir auf unserem ersten USA Teilabschnitt „links liegen“ lassen. Aus Zeitgründen versteht sich. Aber völlig zu Unrecht! Nachdem wir ja schon die ältesten Bäume der Welt im Great Basin NP bestaunen durften, gab es nun im Sequoia und King's Canyon NP bis zu 2500 Jahre alte Mammutbäume zu sehen. Zwar etwas jünger als die Bristlecone Trees aber dafür größer. Es handelt sich bei den Sequoias um die größten Bäume (gemessen an der Holzmasse), die es auf unserem Planeten gibt. Gewaltige Exemplare mit riesigem Durchmesser und einer gigantischen Höhe. Manche Äste dieser Mammutbäume sind dicker als normale Baumstämme. Gar nicht so einfach diese Baumriese komplett auf ein Foto zu bekommen - trotz Weitwinkel.

Von 1875 bis 1905 wurden leider sehr viele dieser einzigartigen Bäume abgeholzt. Kann man dies mit der Unwissenheit um die Einzigartigkeit dieser Bäume und das damals fehlende Umweltbewusstsein entschuldigen? Glücklicherweise wurden die Bäume dann unter Naturschutz gestellt. 

Quizfrage: Welcher Zapfen gehört zu den besagten Sequoia Bäumen?

 

Neben den Bäumen gibt es hier auch viele Bären. Das ist in einigen Nationalparks keine wirkliche Überraschung. Da wir aber in den Wochen zuvor keinen einzigen Bären gesehen hatten, glaubten wir schon an eine gute Marketings-Strategie um Besucher anzulocken. Jetzt nach einigen Tagen im Sequoia und Kings Canyon wissen wir, dass es hier tatsächlich welche gibt: An 4 Tagen haben wir auf unseren Wanderungen jeweils einen Bären getroffen - keine schlechte Quote. Die Begegnung mit einem Bären in freier Natur ist ein ganz besonderes Erlebnis und wir fragen uns manchmal, ob wir wirklich einen Bären auf der Wanderung treffen wollen. Nun ja, wenn wir durch die Heimat der Bären wandern wollen, dann müssen wir auch mit ihnen rechnen. Meistens sind sie ja glücklicherweise noch ein Stück weit entfernt und benutzen nicht den gleichen Wanderweg. Auf unserer Wanderung vom Moro Rock zurück zum Campground hat ein Bär aber den Komfort eines schönen Trails genossen – leider den gleichen, auf dem wir beide unterwegs waren! Da war das kuschelige Pelztier dann doch sehr nah und wir haben schnell den Rückweg angetreten. Es ist ja sein Revier und wir sind nur Gäste. Aus sicherer Entfernung und trotz Weitwinkel-Objektiv ist der Bär immer noch gut auf dem Foto zu erkennen. Zum Glück scheinen die Bären hier genauso entspannt zu sein wie wir ;-)

Erwähnenswert sind natürlich auch die extrem entspannten „Muledeer“ (nordamerikanische Rehe), die wir auf unseren Wanderungen getroffen haben.

Im King's Canyon gibt es traumhafte Wanderwege, wunderschöne Wasserfälle, üppige Vegetation und die ganze Szenerie umringt von hohen Gipfeln. Kein Wunder, dass sich hier Naturfreunde wie John Muir wohl gefühlt haben. Er pflegte zu sagen "The mountains are calling and I must go!" Wie recht er hat!!!

Außerdem haben wir hier zwei superschöne Stellplätze im National Forest zwischen den beiden Nationalparks für „kost nix“ gefunden (siehe Zusammenfassung USA).

Zur Krönung unseres Aufenthalts mit den tollen Naturerlebnissen blieb ausreichend Zeit unsere in Mexiko erstandene Hängematte auszuprobieren, unser erstes Brot auf offenem Feuer zu backen und stundenlang am King's River zu sitzen und zu lesen. Alles zur Nachahmung empfohlen!

Di

30

Jul

2013

On the road

Es ist immer wieder spannend und wir lieben es, mit Gypsy auf den Highways zu fahren. Auch wenn es gelegentlich anstrengend ist, so sind es doch besondere Erlebnisse:

Fahren auf einer 16-spurigen Autobahn, Auf- und Abfahrten angelegt wie Steilkurven, Autobahnbrücken gleichzeitig unter und über uns, Überholen von halben Häusern, ein "entgegenkommender" LKW...

Mo

29

Jul

2013

Venice Beach - Treffen mit Reiselustigen

Auf unserer Tour zurück in den Norden haben wir in Los Angeles / Venice Beach Halt gemacht und uns spontan mit Victoria & Jason getroffen. Die beiden wohnen in Venice Beach und planen ab Oktober mit ihrem Hund Neli ebenfalls eine Tour im Camper in Richtung Mexiko und Mittelamerika. Was lag also näher, als sich zum Kennenlernen und Erfahrungsaustausch auf ein Bier (oder zwei?) an einem der schönsten Strände von LA zu treffen? Gesagt – getan. Obwohl wir vorher nur zwei e-mails ausgetauscht hatten herrschte bei unserem Treffen im Venice Ale House vom ersten Moment an eine völlig offene, ungezwungene und fast freundschaftliche Atmosphäre. Wir verbringen einen tollen Abend in sympathischer Gesellschaft, dazu noch bei gutem Bier und leckerem Essen! Da die beiden in der Nähe von Hollywood wohnen und Jason in der Filmbranche arbeitet, ist es nicht verwunderlich, dass die Homepage ein wenig anders ausfällt: Die Reiseerlebnisse werden aus Sicht des Hundes Neli geschildert und später ist vielleicht ein Kurzfilm geplant. Neugierig? Schaut hier: www.nelisbigadventure.com

Vielleicht haben wir ja an diesem Abend einen zukünftigen Oskar-Preisträger getroffen?

Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt und hoffen sehr, dass sich unsere Wege auf unserer Tour kreuzen werden. Die Männer wollen dann gemeinsam schnorcheln gehen und die Frauen - na was wohl? - einfach nur quatschen. Ach ja, an kühlen Getränken soll es auch nicht fehlen. 

So

28

Jul

2013

Welcome back to the USA!

Wir sind wieder in den USA! Da wir auf der Hinfahrt mit dem Grenzübergang in Tecate sehr gute Erfahrungen gemacht haben, sind wir auch wieder über Tecate ausgereist. Auch dies ging ohne Probleme. Weder Mexikaner noch US Amerikaner haben sich für unser Auto, den Inhalt oder Sonstiges interessiert. Auch eine neue Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten war kein Problem (obwohl die Vorschriften besagen, dass Mexiko und Kanada nicht als Ausreise zähen). Wie dem auch sei: Wir dürfen erneut 90 Tage bleiben - das sollte erstmal reichen!

Was wir allerdings unterschätzt hatten, war der Andrang an der Grenze am Wochenende - zudem noch in der Ferienzeit. Etwa 1,5 Stunden Stau plus 1,5 Stunden um unsere Einreisegenehmigung zu bekommen. Nicht gerade schnell, aber dafür hatten wir auch wieder Entertainment: Wir durften mit den Grenzbeamten scherzen und dank einer guten Positionierung im Abfertigungsgebäude mit Blick auf den Bildschirm des Beamten auch "live" erleben, was passiert, wenn bei der Passkontrolle auf dem Bildschirm, statt "grün" alles in Signalfarbe ROT erscheint und dann auch noch der Hinweis "Gefährlich und möglicherweise bewaffnet" erscheint! Bei der Passkontrolle eines Mannes passierte nämlich genau das und innerhalb von Sekunden standen 4 zusätzliche, schwer bewaffnete US-Beamte mit Finger am Abzug um den Typen herum. Beim Befragen zu persönlichen Daten wurde scheinbar keine Übereinstimmung mit den Ausweisdaten erzielt und so wurden dem Typen ruckzuck Handschellen angelegt, die Rechte verlesen und er wurde in einen abgesperrten Bereich gebracht, wo er zumindest während unserer Wartezeit nicht wieder aufgetaucht ist. Merke: Es ist besser, wenn es grün aufleuchtet!

Bei einem anderen Mann wurde bei der Ausweiskontrolle keine Übereinstimmung mit den Fingerabdrücken erzielt. Er durfte dann ohne Handschellen ins Büro zur weiteren Klärung. Außerdem wurde noch ein junges Mädchen in Handschellen an uns vorbei geführt. Dagegen ist der Frankfurter Flughafen ja richtig langweilig!