So

28

Jul

2013

Hasta pronto Mexiko - bis bald!

Die Bilder in unserem letzten Eintrag sprechen für sich: Der Süden der Baja gefällt uns viel besser und die Golfküste hat wirkklich wunderschöne Strände, auf denen man direkt campen kann. Azurblaues Wasser mit Badewannen-Temperatur, begleitet von täglichem Sonnenschein, wolkenlosen, blauen Himmel. Was will man mehr? Eigentlich nicht viel, aber Sonnenschein im Süden von Mexiko bedeutet im Sommer auch Tagestemperaturen von über 40° C und nachts nicht viel weniger. Auf längere Zeit wird das schon ganz schön warm im Camper und an schlafen ist nicht mehr zu denken. Morgens fühlen wir uns schlapp und die Hitze lässt außer Baden/Schnorcheln keine Aktivitäten zu. Nach 4 hitzegeplagten Tagen, Ansätzen von Schwimmhäuten und diversen Gesprächen mit Mexikanern über die verschiedenen Klimazonen in Mexiko, haben wir erkannt, dass Mexiko jetzt im Hochsommer nichts für uns ist. Hinzu kommt noch, dass in den nächsten beiden Monaten kaum Reisende unterwegs sein werden (auch keine Mexikaner) und viele Orte dann wie ausgestorben sind. Wir sind also 2 - 3 Monate zu früh in Mexiko und für die Weiterfahrt auf's mexikanische Festland und nach Mittelamerika gilt es auch die Regenzeit und die Hurrikan-Saison zu vermeiden.

Da wir ohnehin nicht die mega Strandfanatiker sind und "aktiver" sein wollen, haben wir gemeinsam beschlossen unsere Route zu ändern. Da wir Zeit haben und frei entscheiden können, was wir machen wollen, geht's jetzt wieder zurück in die USA! Hier lässt sich die Zeit angenehm überbrücken (was für ein Luxus!), und wir können noch einige Wochen in Kalifornien, Oregon, Washington, Idaho und Wyoming verbringen.

Auf der Rückfahrt von der Baja California in Richtung US-Grenze haben wir dann noch das schöne Weinland der Baja besucht, welches wir auf der Hinfahrt aus Unwissenheit und Unsicherheit nicht beachtet hatten. Dort gab es geniales Essen in einzigartigem Ambiente und Campen mitten in den Weinbergen - die Baja hat also schon was zu bieten! Da fiel uns der Abschied von den überaus freundlichen Mexikanern dann doch recht schwer. Aber es ist ja nur ein Abschied auf Zeit - wir kommen auf jeden Fall wieder nach Mexiko! 

Wir haben uns auf der Baja übrigens jederzeit sehr sicher gefühlt. Auch die hier üblichen Militärkontrollen sind nicht beängstigend und auch das Militär ist freundlich.

Mo

22

Jul

2013

Mulege & Baja Conception

ohne Worte....

Do

18

Jul

2013

Unser Oase: San Ignacio

Nach einem wieder einmal sehr guten Abendessen und einer ruhigen Nacht in Guerrero Negro fahren wir 150 km weiter auf der Mex 1. Wir passieren eine Militärkontrolle und dürfen nach ein paar freundlichen Worten ohne Kontrolle weiterfahren. Mitten im Grau und Braun der Wüste taucht dann plötzlich die Oase San Ignacio auf. Das kleine Dorf liegt eingebettet in Tausende von Dattelpalmen am Fluss. Hier gefällt es uns auf Anhieb! San Ignacio besitzt rund um eine schattig angelegte Plaza ein richtiges „Zentrum“. Direkt neben der Plaza befindet sich die historische Missionskirche von 1786, die von Jesuiten errichtet wurde und als zweitälteste Mission an der Westküste zählt. Der Zahn der Zeit nagt zwar kräftig an der alten Kirche, dennoch ist es ein schönes Gebäude mit original erhaltener Inneneinrichtung. Außen ist die Mission von einem kleinen Obst- und Kräutergarten umgeben. Unser Stellplatz „Don Chon“ für nur 70 Pesos (~4,50 €) pro Nacht liegt idyllisch unter Palmen direkt am Fluss – wir können sozusagen direkt aus Gypsy heraus ins kühlende Nass springen oder noch besser im Schwimmsessel einen kühlen Drink genießen ;-) Seht selbst!

Die Szenerie wird durch eine farbenfrohe und artenreiche Tierwelt abgerundet. Ganz besonders freunden wir uns mit dem Pelikan an. Der schwimmt gerne nur einen knappen Meter an uns vorbei ohne nervös zu werden. Warum auch – wir sind ja auch relaxed! Konsequenterweise mieten wir uns hier gleich für 4 Tage ein – wovon wir drei Tage die einzigen Camper sind. Aber wir stehen in einem eingezäunten Gelände und fühlen uns pudelwohl. Einkäufe und Erkundungen können wir gut mit den Fahrrädern erledigen und gönnen unserem Landy auch mal eine Ruhepause. Mitte Juli ist in San Ignacio und auf der Baja California nicht besonders viel los und so genießen wir die angenehmen Temperaturen der Palmenoase, den Fluss und erfreuen uns am Nichtstun. Es scheint, als ob wir langsam die Vorzüge der Baja kennenlernen.    

So

14

Jul

2013

Ensenada bis Guerrero Negro

Nach den ersten zwei Tagen fühlten wir uns bereit, weiter gen Süden zu reisen. Noch verwöhnt von dem breiten Angebot an Campingplätzen hatten wir kein konkretes Ziel ins Auge gefasst. Als wir dann einen Stellplatz gesucht haben gab es natürlich keinen. Murphy’s Gesetz. Folglich sind wir bis San Quintin weitergefahren, wo wir die nächsten 2 Tage auf einem Platz mit Restaurant und Camping gewohnt haben und mit zwei netten amerikanischen Paaren einen gemütlichen Abend verbracht haben.

Als ein Höhepunkt der Baja wird in den Reiseführern der „Kakteengarten“ und die „Bahia de Los Angeles“ gepriesen – also nichts wie hin. Ein wenig baden im warmen Wasser des Golf von California ist bestimmt schön. Die Fahrt durch die Wüstenlandschaft mit 1000en von riesigen Kakteen war toll. Sicherlich noch schöner während der Blütezeit, aber man kann ja nicht immer und überall zur optimalen Zeit sein. Unser erster Kontakt mit der Golfküste war dann aber sehr ernüchternd: Der Ort (wenn man es so nennen kann) ist eine Aneinanderreihung von lieblosen Gebäuden ohne jeglichen Charme. Aus unserer Sicht hat dieses „Aussteigerparadies der Amerikaner“ die beste Zeit schon lange hinter sich. Na ja, es kann und muss uns ja nicht überall gefallen... Glücklicherweise sind wir ja flexibel und mobil, so dass wir nur einen Tag an der Bahia de Los Angeles geblieben sind.

Bislang sagt uns die Baja California noch nicht so besonders zu. Aber vermutlich müssen wir uns erst auf dieses neue Land einlassen und die wirklich tollen Gegenden auf der Baja sollen ja noch kommen. Am besten gefällt uns bislang das Essen :-)

Do

11

Jul

2013

Willkommen in einer neuen Welt – Willkommen in Mexiko!

Bienvenidos Mexiko! Am 11.07. sind wir am späten Vormittag nach Mexiko eingereist. Wie viele Overlander haben auch wir uns für den kleinen Grenzübergang in Tecate entschieden. Eine gute Wahl – ganz ruhiger Übergang, alle wichtigen Dinge (Fotokopierbüro, Bank, Migrationsbüro, Parkplatz) nah beinander, so dass die Formalitäten recht schnell erledigt waren. Der Grenzbeamte mit schütterem Haar wollte nur von Torsten wissen, ob es in Europa ein wirksames Haarwuchsmittel gibt!?! Die Einreise ist zügig erledigt und wir dürfen 180 Tage in Mexiko bleiben - Gypsy sogar 10 Jahre! Und das alles für ca. 90 €.

Im Kopiershop wurden wir begrüßt mit den Worten: „Willkommen in einer neuen Welt“. Besser kann man es wohl nicht sagen. Direkt hinter der Grenzschranke spricht man nicht nur eine andere Sprache, sondern der Übergang von Industriestaat zu Schwellenland ist überaus deutlich. Krass, wie sich die Lebensbedingungen innerhalb von wenigen Kilometern nur durch eine politische Grenze ändern können. In Tecate haben wir dann nur noch das Nötigste erledigt: den kleinen Hunger gestillt, Pesos abgehoben und getankt. Dann ging es weiter bis nach Ensenada (La Jolla), wo wir die ersten beiden Nächte in Mexiko verbracht haben. Den ersten Tag haben wir zu einer Fahrradtour nach La Bufadora genutzt um die Hauptattraktion, ein „Blowhole“ anzuschauen. Es handelt sich hierbei um eine enge Öffnung am Ende einer Meereshöhle die ins Freie reicht und wo durch Wasserdruck spektakuläre Wasserfontänen entstehen. Auf dem Markt haben wir dann zum ersten mal kleine Snacks getestet: überbackene Muscheln – sehr lecker J. Am zweiten Tag haben wir relaxed und einen Stadtbummel samt gutem Abendessen in Ensenada getätigt.