So

04

Mai

2014

Ausreise Costa Rica – Einreise Panama

Wir fahren über San Vito in Richtung Grenze Panama. Eine sehr schöne, hügelige, satt grüne Landschaft. Das gefällt uns! Doch wir müssen leider weiter zum Grenzübergang „Rio Sereno“. Dieser ist so klein,  dass er auf unserer Karte nicht mal verzeichnet ist und auch in den Reiseführern nicht erwähnt wird. Von Heidi & Tom haben wir aber erfahren, dass es dort einen Grenzübergang gibt und dieser auch Fahrzeuge abfertigt. Und tatsächlich: Dort gibt es eine Grenze, allerdings gibt es auf dem gesamten Weg dorthin kein einziges Schild, was auf eine die Grenze auch nur andeutungsweise hinweist. Und auch die recht holprige „Naturstraße“ deutet alles andere als auf eine internationale Grenze hin. Genau genommen muss man dort selbst wissen, dass es sich um eine Grenze handelt. Nur die unscheinbar am Mast hängenden Flaggen von Costa Rica und Panama lassen erahnen, dass wir richtig sind. Das offizielle Gebäude der „Migration“ auf der Seite von Costa Rica ist derart gut „getarnt“, dass wir es nur erkennen, weil wir im Internet ein Foto mit Beschreibung der Mini-Grenze gefunden haben. Der Beamte sitzt in einem kleinen Büro und der „Kassenautomat“, an dem wir die Ausreisegebühr bezahlen müssen, ist hinter einem Fenster versteckt. Das ist mal professionell. Aber was soll’s. Da der Schalter für die Auto-Ausreise heute nicht besetzt ist übernimmt das der einzige Beamte auch und schon sind wir bereit für die Einreise nach Panama.

Nur wenige Schritte weiter ist das Bild auf Panama-Seite kaum besser. Bevor der Beamte uns einreisen lässt, sollen wir „um die Ecke“ die obligatorische Autoversicherung abschließen. Das Versicherungsbüro hat die Ausmaße eines winzigen Zeitungskiosks und die Maklerin hält draußen einen Plausch. Mit dem Versicherungsschein geht’s zurück zum Einreisebeamten. Wir wissen von anderen Reisenden, dass bei der Einreise nach Panama entweder ein Rückflugticket oder ein Nachweis über den Besitz von 500 US$ pro Person verlangt wird (oder Bargeld). Wir sehen scheinbar finanziell solide aus und dem Herrn reicht die Info, dass wir eine Kreditkarte besitzen – und ein Auto. Dann müssen wir wegen der Auto-Einfuhr zum Zoll: eine kleine, blaue Baracke. Einziger Hinweis auf das offizielle „Gebäude“ ist die von Hand auf eine Treppenstufe gepinselte Aufschrift „Aduana“.

Ein- und Ausreise verlaufen super-super entspannt. Null Hektik (Fremdwort!) und alle sind sehr freundlich und auch zu Scherzen aufgelegt. Es ist ja auch Sonntag, nichts los am kleinsten Grenzübergang unserer bisherigen Reise! Zudem schauen alle Fernsehen - in Panama ist Wahl-Sonntag und es wird der neue Präsident für 5 Jahre gewählt.

Formalitäten wie üblich:

  • Ausreise Costa Rica (seit 3 Monaten kostet diese 7 US$ pro Person, nur per Kreditkarte zahlbar)
  • Ausreise Auto
  • obligatorische Auto-Versicherung für Panama (jetzt 25 US$)
  • Einreise Personen
  • temporäre Einfuhr Auto
  • Besprühung des Landys mit irgendwelchen Mittelchen (3 US$) - Warum leben nach all den Besprühungen in Mittelamerika eigentlich immer noch Ameisen in unserem Auto???
  • sehr oberflächlicher Polizeicheck und
  • schon fertig!

 

Fr

02

Mai

2014

Mirador de Quetzales

Wir kommen spät los in Orosi und müssen dringend in Cartago bei Tomza Gas auftanken. Auf dem Weg dorthin machen wir noch einen Stopp bei WalMart und dann trauen wir unseren Augen nicht! Wer fährt auf den Parkplatz? Victoria & Jason aus den USA. Die Freude ist riesengroß, haben wir uns doch seit Wochen trotz Mailverkehr immer wieder knapp verpasst und die Reiserouten sich nun nicht mehr überschneiden. Die beiden werden 2 Monate lang „Haus-Sitting“ in Costa Rica machen, weshalb wir uns auf dieser Reise wohl nicht mehr Wiedersehen. Das überraschende Wiedersehen will gefeiert werden! Schnell werden die Tagespläne über den Haufen geworfen und wir verabreden uns für den Abend beim Mirador de Quetzales.

Obwohl die ausgetauschten Koordinaten völlig falsch waren (man sollte keinen GPS Daten blind vertrauen), treffen wir alle am richtigen Ort ein. Navigieren ohne Navi funktioniert also noch! Und durch Zufall haben auch Heidi & Tom den gleichen Stellplatz für die Nacht gewählt. Die Welt ein Dorf!

Den Abend verbringen wir feucht fröhlich im angegliederten Restaurant und kehren anschließend zu viert in Gypsy ein. Eigentlich sogar zu sechst, denn Victoria und Jason reisen inzwischen nicht nur mit Hund Neli sondern nun auch mit dem Welpen Maya. Am nächsten Vormittag verabschieden wir uns und hoffen auf ein Wiedersehen in Europa oder wer weiß wo.

Tom & Torsten schaffen es tatsächlich, um 06.00 Uhr morgens (!) die Quetzal-Tour mitzumachen und sehen auch 5 dieser wunderschönen Göttervögel. Die Langschläfer müssen sich mit einem Foto und den Erzählungen begnügen.

Di

29

Apr

2014

Valle de Orosi

Das Tal des ewigen Frühlings liegt nur knapp 2 Stunden von San José entfernt und besticht durch ein ausgeglichenes Klima. Genau das Richtige für uns, um noch mal auszuspannen bevor es nach Panama geht und die Verschiffung ansteht.

Wir campen in Orosi bei Franziska und Fredy im herrlichen Garten – zwei Schweizer Auswanderer. Franziska betreibt im Ort die Panaderia Suiza (Schweizer Bäckerei, hmmm lecker!), bei der wir uns mit Brot, Blätterteiggebäck, Muffins und selbstgemachter Marmelade eindecken. Im Gegensatz zum Bäcker Tom sind Franziskas Backwaren erschwinglich. Ihr ist es wichtig, dass sich auch Einheimische ihre Produkte leisten können und ein gesundes Mehrkornbrot niemandem verwehrt bleibt. Und weil Franzsika außerdem ein großes Herz für Tiere hat, kümmert sie sich rührend um die Straßenhunde in Orosi, versorgt sie mit Futter, schleppt sie zum Tierarzt und gibt einigen von ihnen ein Zuhause im eigenen Garten. Spenden werden gerne entgegen genommen.

Fredy kümmert sich um die Gästebungalows und als leidenschaftlicher Motorradfahrer organisiert er interessante Motorradtouren an. Hier erfahrt ihr mehr!

Die beiden sind einfach super gastfreundlich, im Garten gibt es wunderbare Blumen, erntefrische Bananen, bunte Vögel, liebe Hunde und nach 3 Tagen fällt es uns ausgesprochen schwer, weiter zu fahren. Aber wir haben für Gypsy am 13.05. einen Platz auf dem Schiff gebucht, da bleibt uns keine Wahl.

Nette Gesellschaft haben wir zudem auch noch im Garten, denn Heidi und Tom aus Deutschland sind auch hier. Die beiden sind bei ihrem Projekt „Weltumrundung“ auch Richtung Süden unterwegs, wollen aber ab Panama eine Pause einlegen bevor es weiter geht. Schade, da muss das Campmobil Esmeralda schon ganz schön Gas geben, um Gypsy wieder einzuholen.

So

27

Apr

2014

Hauptstadtglück – San José

Wir müssen noch einige Dinge erledigen und haben deshalb 2 Tage Hauptstadt auf unserem Programm. Hier gibt es wirklich alles und wir übernachten auf dem Parkplatz des neuesten und modernsten Shopping Centers von Costa Rica. Gratis, mit Sicherheitspersonal und Free Wifi J.

Für den Landy gibt es einen neuen Kupplungsgeber (aus der eigenen Ersatzteilkiste), da Torsten es einfach leid ist, mit ölverschmiertem linken Fuß rumzulaufen. Die Fachwerkstatt „TechnoRover“ klingt zwar prima, was die beiden Angestellten dann fabrizieren ist jedoch abenteuerlich und stümperhaft. Nächstes mal macht Torsten solche Arbeiten lieber selbst.

Doris sucht im CIMA Privatklinikum einen deutschen Facharzt auf und ist nach ein paar Untersuchungen mehr als erleichtert, dass es nichts Ernstes ist.

Für die Besichtigung der Innenstadt von San José belassen wir es bei einem guten Essen in einem modernen Restaurant und einem Bummel durch die Einkaufstraße, in der es alles gibt, meist amerikanische Marken. Die Stadt ist besser als erwartet, aber kein wirklicher Hingucker.

Fr

25

Apr

2014

Volcan Poas

Costa Rica ist erstaunlich vielseitig: Nach nur ca. 3 Stunden Fahrt von der heißen und trocken-kargen Küste erreichen wir die Gegend um Sarchi, ca. 1000 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Konnten wir heute Morgen am Strand die Hitze kaum aushalten so ist es hier tagsüber „frisch“ und nachts so kühl, dass wir die Bettdecke benutzen müssen – oder dürfen?! Super! In diesem Land kann sich jeder die Klimazone aussuchen, die er bevorzugt. Wir sind zweifelsohne für das Hochland!

Der Nachteil vom kühleren Klima und dem offensichtlichen Beginn der Regenzeit ist, dass es nun täglich ein- oder mehrmals heftig regnet und sich die Vulkane häufig im Dunst und Nebel verstecken. Das gilt auch für unseren Besuch des Vulkan Poas. Es schüttet wie aus Kübeln, Sicht gleich Null. Schade. Die Weiterfahrt entlang grüner Berghänge, riesiger Kaffee- und Erdbeerplantagen und Weideland ist sehr schön und bietet immer wieder tolle Blicke auf das fruchtbare Land. Wir besichtigen kurz das Dorf Sarchi, berühmt für handbemalte Ochsenkarren. Früher wurden die Ochsenkarren zum Transport genutzt, heute sind es reine Touristenattraktionen. Kleinere Exemplare sind für 300-500 US$ für die Vorgärten der Touristen zu haben. Nein danke, wir wollen unseren Garten zu Hause nicht damit verschönern!

Di

22

Apr

2014

Heimatbesuch mal anders

Bis jetzt haben wir ja ein paar mal Besuch aus der Heimat bekommen. Diesmal ist es anders und wir besuchen Michèle, eine ehemalige Arbeitskollegin, die bereits seit 6 Jahren in Costa Rica lebt. Obwohl wir unseren Besuch schon länger vage angekündigt haben, ist Michèle komplett baff, als sie uns dann wirklich mit unserem eigenen Auto vor sich sieht. Die Wiedersehensfreude ist groß und es gibt viel zu erzählen.

Michèle wohnt mit ihrem Freund Jörg in Esterones auf der Halbinsel Nicoya und beide genießen das Leben und auch das Arbeiten in Costa Rica. Wir lernen zwei- und vierbeinige Freunde kennen und werden herzlich aufgenommen. Am Strand von Esterones können wir gefahrlos wild campen und haben somit unmittelbaren Strandzugang. Zusammen fahren wir in den nahe gelegenen Urlaubsort Samàra, machen BBQ am Strand und verbringen eine tolle Zeit zusammen.

Dank Jörg können wir am nächsten Tag bei einem „Schrauber“ in Nicoya unseren Anlasser reparieren lassen. Das Reparaturset haben wir dabei, aber am Strand bei gefühlten 40°C wollen wir das lieber nicht selber machen. Die Hinterhofwerkstatt erweist sich als sehr fachkundig und es ist ganz sicher nicht der erste Anlasser eines Defenders, der hier im Hof ausgebaut wird. Nach 1 ½ Stunden Arbeit springt der Landy wieder mit dem ersten Klick an und wir rollen zufrieden vom Hof.

Es gefällt uns gut direkt am Strand von Esterones, aber es ist heiß, sehr heiß, zu heiß! Tagsüber ist es nur auszuhalten, sofern man sich nicht großartig bewegt. Ok, das ist machbar. Nachts kommt leider überhaupt keine Brise auf, womit an Schlafen in Gypsy nicht zu denken ist. Der Camper heizt sich tagsüber auf und nachts gibt es leider keine Abkühlung, selbst nicht als endlich der Regen das Ende der Trockenzeit ankündigt. Für uns gibt es da leider nur eine Lösung: zurück in die Berge. Schweren Herzens verabschieden wir uns nach 3 Tagen schon wieder von Michèle und Jörg und flüchten in höhere Gefilde. Trotz der Hitze: Es war wirklich schön bei und mit Euch – vielen Dank für die herzliche Gastfreundschaft!

So

20

Apr

2014

Nationalpark Volcan Tenorio / Rio Celeste

Von anderen Reisenden haben wir gehört, dass die letzten 10 km Strecke zum Nationalpark eine Quälerei für Mensch und Material sind. Aber dieses Naturschauspiel wollen wir uns nicht entgehen lassen. Der Landy wird’s schon schaffen und die Kabine ist ja wieder fachmännisch in Stand gesetzt. Aber wir haben Glück, denn scheinbar hatte die Straßenbaubehörde ein Einsehen und die Piste wurde kürzlich geglättet. Zwar noch holperig aber mit dem Landy kein Problem, zumal es trocken ist. Die Bedingungen auf den Naturpisten ändern sich jedoch rasend schnell mit der Wetterlage Wir können wieder kostenlos direkt vor dem Parkeingang auf dem Parkplatz campen. Diesmal sogar mit Dusche/WC und Wifi – purer Luxus. Da sind die mal wieder fälligen 10 US$ Eintritt pro Person leicht zu verkraften. Abends beginnt es zu regnen und es schüttet fast die ganze Nacht. Wir genießen unser kuscheliges Gypsy-Mobil und warten am nächsten Morgen erfolgreich auf trockenes Wetter. Im Park gibt es zwar nur eine Wanderung, diese ist jedoch wirklich schön und absolut empfehlenswert. Der Weg ist aufgrund des nächtlichen Regens (ja, wir sind im Regenwald) extrem aufgeweicht und manche Passagen gleichen einer Schlammkuhle. Am ersten Aussichtspunkt (250 Stufen abwärts) erblicken wir den schönen Wasserfall. Dann geht es die 250 Stufen hoch und weiter bergauf zu zwei weiteren Punkten am Rio Celeste, wo dieser wunderbar türkisblau ist. An der Stelle „Teniderios“ fließen zwei klare Flüsse zusammen. Einer der Flüsse ist reich an Schwefel und der andere enthält Kalk und Metalle (Kupfer). Aufgrund einer chemischen Reaktion färbt sich das Wasser an der Mündung milchig-blau, imposant und unglaublich schön!

Auf dem Rückweg wollen wir nochmal zum Wasserfall und trainieren das Treppensteigen – danach haben wir uns eine leckere Bratwurst vom eigenen Grill verdient und lassen Ostern ausklingen.

Fr

18

Apr

2014

Nuevo Arenal – Fortuna – El Arenal

Wir wollen den berühmtesten Vulkan Costa Ricas, den El Arenal, heute trotzdem noch sehen und so fahren wir am Nachmittag talwärts durch schöne Landschaft zum Lago Arenal, von dem man herrliche Blicke auf den Vulkan hat. Die Gegend um den Stausee gefällt uns landschaftlich ausgesprochen gut. Alles ist gepflegt und es grünt und blüht überall. Allerdings kommen wir uns nicht wirklich wie in Costa Rica vor sondern es könnte auch ein See in den USA sein, denn die Infrastruktur ist der pure Wahnsinn: überall chice Restaurants, Cafés und Hotels und hunderte Werbetafeln. Hier lebt man vom Tourismus. Wir verbringen die Nacht auf der grünen Gemeindewiese vom Dorf El Nuevo Arenal und genießen den nächsten Tag mit frischen Brötchen vom Bäcker Tom, der im Ort eine deutsche Bäckerei betreibt. Das Preisniveau versetzt uns einen kleinen Schock und wir glauben in Deutschland oder USA zu sein. Aber die Qualität stimmt und wir genießen reichlich! Auch der Brat- und Weißwurst können wir nicht widerstehen und so klingelt es ordentlich in Tom’s Kasse.

Wir erkunden einen Teil der Route um den See mit schönen Blicken auf den Vulkan El Arenal, der zu den aktivsten Vulkanen der Welt zählt. Auf Fotos aller Tourveranstalter sieht man den Vulkan mit abendlich glühender Lava. Momentan schläft der Gute jedoch und außerdem hüllt er sich in dichte Wolken. Also leider kein „Feuerwerk“. Aber wir können uns trösten, denn es kommen noch sooo viele Vulkane auf unserer Route. In der Touristen-Hochburg Fortuna werden wir von dem Angebot an Fast Food, Bars, Tourveranstaltern, Unterkünften und Souveniershops fast erschlagen. Ganze Busladungen voller Touristen sind hier – das sind wir nicht mehr gewohnt. Haben wir schon erwähnt dass gerade Semana Santa ist?!

Wir campen an den Hot Springs „Los Laureles“ – ein ruhiger und bezahlbarer Platz auf einer großen Wiese mit Dusche/WC. Im gegenüberliegenden Hotel Los Lagos mit Hot Springs will man uns 60 US$ abknüpfen, zwar mit Besuch der total überfüllten Heißen Quellen aber Parken auf einem schiefen Parkplatz. Ach ja, normalerweise kostet es nur 30 US$ aber es ist Semana Santa…

Do

17

Apr

2014

Nebelwald – Santa Elena

Im Gebiet Monteverde gibt es zwei privat betriebene Naturreservate die im sogenannten Nebelwald liegen. Wir entscheiden uns für Santa Elena, den etwas „unbekannteren“ und damit auch weniger frequentierten Teil. Da Tierbeobachtungen in den Morgenstunden am besten möglich sind, quälen wir uns schon um 06.00 Uhr in den Park. Zähneknirschend bezahlen wir den Eintritt von 14 US$/Person (alle Wanderwege und Parks in Costa Rica kosten leider Eintritt) und machen uns auf den Weg. Zwar hören wir einige Vögel und Tiere im Gestrüpp, aber wirklich viel bekommen wir nicht zu sehen. Wie auch - ist ja alles im Nebel im Nebelwald. Der Wald macht seinem Namen alle Ehre und so bleibt uns der erhoffte Blick auf den Vulkan El Arenal leider versperrt. Dennoch ist es schön hier, irgendwie mystisch.

Di

15

Apr

2014

Rincon de la Vieja NP

Es ist Semana Santa - Osterwoche - und das bedeutet Ausnahmezustand. So ziemlich jeder in Costa Rica (und in allen anderen Staaten in Zentralamerika) ist unterwegs und genießt ein verlängertes Wochenende oder eine ganze Woche Urlaub. Die meisten zieht es dabei an den Strand, weshalb wir uns ins Landesinnere in Richtung Vulkane orientieren. Am Nationalpark Rincon de la Vieja können wir direkt vor dem Eingang campieren. Abends ist hier nichts los, es kühlt erfrischend ab und ist sehr windig.

Am Morgen sind wir recht früh unterwegs und erreichen durch abwechslungsreiche Landschaft (erst durch Trockenwald) den 5 km entfernten Wasserfall im Urwald in herrlicher Stille. Wir sind ganz allein. Der Pool lädt zum Schwimmen ein und am Felsrand fließt Wasser von heißen Quellen hinein. Sehr angenehm. Gerade als wir unser Bad beenden treffen mehrere Kleingruppen am Wasserfall ein - und alle sprechen zu unserer Überraschung Deutsch. Klar, in Deutschland sind Osterferien und die werden wohl ausgiebig genutzt, um zu exotischen Zielen zu reisen. Wir fühlen uns wie im Schwimmbad und treten schnell den Rückweg an. Auf der anderen Seite des Parks gibt es ein Gebiet mit vulkanischen Aktivitäten (blubbernde Schlammlöcher, Mini Geysire) zu besichtigen. Der von der Parkverwaltung vorgenommene Vergleich mit dem Yellostone National Park in den USA hinkt zwar gewaltig, aber es ist trotzdem eine schöne 3 km Wanderrunde.

So

13

Apr

2014

Finca Canas Castillas

Kurz hinter der Grenze liegt die schöne Finca von Agi und Guido. Die beiden sind vor 18 Jahren aus der Schweiz ausgewandert und haben hier ein kleines Paradies aufgebaut. Genau der richtige Anlaufpunkt nach einem Grenztag. Wir werden herzlich empfangen, stürzen uns unter die tolle Dusche und verbringen die nächsten Tage so: schön angelegte Wanderwege auf der Finca erkunden, gute Schweizer Küche genießen, entspannen und bestaunen eine unglaubliche Tierwelt. Wir parken neben Palmen, in deren Wipfel ein kleines Faultier lebt. Bunte Vögel zwitschern überall, Schmetterlinge schwirren umher und im Fluss lebt wohl auch ein Krokodil. Morgens und abends schwingen sich Brüllaffen und Spider Monkeys von Ast zu Ast - ein unglaubliches Schauspiel und ein besonderes Erlebnis, im Campingstuhl sitzend die Affenhorde zu beobachten. Ein guter Start in Costa Rica.

Dauert noch ein wenig....Wir wollen ja entschleunigen und nicht beschleunigen!