Hier die ersten Tipps – Stand August 2014 - Aktualisierung & Fortsetzung folgt...

Auto: Bis jetzt (69 Wochen USA bis Ecuador und ca. 48000 km) sind wir mehr als zufrieden mit unserem Defender. Eine gute Wahl. Trotz der „Kabinenlast“ fährt er uns sicher durch unwegsames Gelände, wo so manch anderer Allradler schon aufgibt. Natürlich gibt es auch komfortablere oder bis ins Detail ausgeklügelte Expeditionsmobile. Aber erstens machen wir keine Expedition und zweitens ist es auch eine Frage von Preis-/Leistungsverhältnis. Die Kombination Land Rover Defender 130 plus Aufsetzkabine = praktisch, schnell realisierbar und Budget-verträglich. Kurz um: Wir lieben unser Gypsy-Mobil. Und warum der Defender so ein tolles Auto ist, beschreibt ein Artikel der kürzlich in der Welt erschienen ist. Und alles was dort beschrieben ist, ist wahr! http://www.welt.de/motor/article108273147/Unkaputtbar-und-windschluepfrig-wie-ein-Kuehlschrank.html

Defender Ersatzteilpaket: Bis jetzt haben wir folgende Teile benötigt die wir (R. Ruppert sei Dank) allesamt in unserem kleinen Notfallpaket dabei hatten: Kupplungsgeber, Kontakte für den Anlasser, Bremsbeläge sowie 8 Öl-, 4 Diesel- und 5 Luftfilter.

Achtung: Land Rover USA kann und will bei einem Defender & Diesel nicht weiterhelfen. Dort hat man keine Ersatzteile am Lager. Einzige Möglichkeit ist eine Online Bestellung. Das funktioniert nach unseren Informationen wohl gut. Für den Defender herrscht ab Baujahr 1997 ein USA Importverbot. Grund dafür sind offiziell Sicherheitsmängel (fehlende Airbags, Seitenaufprallschutz, ABS etc.). Ist natürlich lächerlich wenn man sieht, was so alles auf den US Straßen herum fahren darf. Aber das ist Politik!

Elektronikartikel. Welche man braucht muss jeder für sich entscheiden. Wir haben zwei internetfähige Endgeräte dabei, was sich als sehr gut erwiesen hat. Wenn man mal Internet hat will man nicht in Etappen surfen bzw. kommunizieren. Dabei haben wir uns für ein Standard Notebook entschieden, da uns die Anschaffung eines „Tough Book“ im Verhältnis zu teuer war. Bis jetzt hat das Notebook alle Klimazonen schadlos überstanden. Bei Höhen über 3500 Metern ist aber Vorsicht mit den herkömmlichen Festplatten geboten. Wer in diesen Höhen nicht auf seinen PC verzichten will, sollte über die Anschaffung einer SSD Festplatte nachdenken. Zusätzlich nutzen wir ein iPad.

Am billigsten sind Elektroartikel in Deutschland und USA. Danach sinkt die Auswahl drastisch und die Preise sind erheblich höher. Das gilt auch für einfache Kameras. Bei uns war der Verschleiß leider sehr hoch: erste Kamera herunter gefallen, zweite Kamera technischer Defekt, dritte Kamera liegen gelassen, vierte Kamera technischer Defekt, fünfte Kamera im Einsatz. Daher raten wir auf jeden Fall zur Mitnahme von mindestens einer Ersatz Compact-Kamera. Damit kann man zwar keine Top Fotos machen, aber für ein Erinnerungsfoto reicht es noch! Kamera Nr. 5 haben wir in Ecuador gekauft. Die Auswahl war sehr bescheiden und der Preis war über 50% höher als in Deutschland.

Essen: Für uns als „gerne außer Haus Esser“ ist die Reise ein Paradies. Die unterschiedlichen Spezialitäten der Länder sind so vielfältig wie die Länder selbst. Vielleicht kostet es manchmal ein wenig Überwindung an einem Marktstand oder einem Restaurant zu essen. Aber es lohnt sich fast immer. Was hinter so mancher Bretterbude kulinarisch gezaubert wird ist toll und eine Erfahrung wert. Zudem ist es immer eine gute Gelegenheit mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Sofern der Koch/die Köchin und die Bude selbst einen sauberen Eindruck machen, haben wir es einfach gewagt und sind nur ganz selten enttäuscht worden. Kochweltmeister ist für uns nach 10 Ländern auf jeden Fall Mexiko!

Girokonto: Da man im Zweifelsfall nicht alles verlieren will, bieten sich getrennte für die Reise und für den Nachschub an. Weiterer Vorteil: Dank Internet hat man die Reisekosten einfach unter Kontrolle. Als Reise-Konto bieten sich Direktbanken mit kostenloser Kreditkarte sowie weltweit kostenloser Bargeldabhebung (z.B. Comdirect, DKB) an. Aus eigener Erfahrung: Beim Geldabheben auf manipulierte Geldautomaten achten und immer die PIN Nummer bei Eingabe abschirmen. Eine zweite Kreditkarte im Zugriff zu haben ist sehr hilfreich! Auch wenn der Prozess mit der DKB ein wenig langwierig war – wir haben unser Geld anstandslos und ohne jegliche Abzüge wiederbekommen. Guter Service!

Gasflaschen: Ein viel diskutiertes Thema. Passen die deutschen Anschlüsse? Welche Adapter braucht man? Welche Abmessungen haben US Gasflaschen? Werden deutsche Gasflaschen in den USA befüllt? Unsere Erfahrung in mehreren Bundesstaaten der USA: Mal klappt es, mal nicht. Es gibt seit ca. 10 Jahren eine Vorschrift, die das Befüllen deutscher Gasflaschen untersagt, aber das scheint nicht flächendeckend bekannt zu sein oder die Vorschrift wird schweigend ignoriert. Manchmal wird gefragt, welche Füllmenge erlaubt ist oder wie das System funktioniert. Und leider kommt es auch vor, dass die Befüllung verweigert wird. Insgesamt sind wir während den 6 Monaten in den USA nie in einen Engpass geraten und haben immer eine Station gefunden, die unsere 5 kg Flaschen befüllt hat – manchmal erst beim zweiten Anlauf. Kleinere Befüllstationen sind weniger pingelig als namhafte und große.

Was definitiv benötigt wird ist der entsprechende Adapter. Hier können wir guten Gewissens die Gasfachfrau Karin Nöfer (www.gasfachfrau.de) empfehlen, die den entsprechenden USA-Adapter via Homepage bzw. Ebay verkauft.

  • Mexiko: landesweit kein Problem
  • Belize: landesweit kein Problem
  • Guatemala: Tauschsystem – Befüllung nur an größeren Stationen
  • El Salador: Befüllung bei TropiGas
  • Costa Rica: Tauschsystem – Befüllung nur an größeren Stationen
  • Kolumbien: Tauschsystem – Befüllung nur an größeren Stationen
  • Ecuador: Tauschsystem – Befüllung nur an größeren Stationen

 

Wer dennoch mit dem Gedanken spielt, die deutsche Gasflasche zu Hause zu lassen und eine ausländische zu kaufen, der sollte unbedingt die Abmessungen (Höhe und Durchmesser) beachten, damit die Flaschen dann auch in das entsprechende „Fach“ passen!

Insekten: Sie lauern überall und man kann sich nur bedingt vor ihnen schützen. Am häufigsten haben wir diese 3 Spezies angetroffen:

  • Ameisen - einmal im Auto/Wohnmobil sind sie nur schwer wieder los zu werden. Zwar kein Grund zur Panik, aber auch nicht angenehm. Wir haben es mit Ködern, Spray etc. versucht und waren nur bedingt erfolgreich. Die Viecher waren sogar resistent gegen die „Begasung“ an den Grenzen in Mittelamerika. Somit haben uns die kleinen Biester mehr oder weniger von Mexiko bis Ecuador begleitet. Hier haben wir seit langem das erste Mal das Gefühl sie endlich ausgerottet zu haben. 
  • Moskitos - gehören spätestens ab Mexiko zur ständigen Begleiterscheinung. Wer dabei auf das „Standard Moskitonetz vor dem Fenster“ vertraut, wird am nächsten Morgen einen Blutverlust verspüren – im Sinne von unzähligen Stichen die tagelang jucken. Den Hersteller dieser Standardnetze sollte man eigentlich verklagen bzw. 3 Nächte im Wohnmobil im Moskitogebiet einsperren. Spätestens dann würde er über die fahrlässige Konstruktion nachdenken. Wir haben sämtliche Löcher und Schlitze an Fenstern und Dachluken abgeklebt und die Seitenränder mit Schaumstoffstreifen abgedichtet. Funktioniert recht gut – nur selten gelangt auf diesem Weg ein Moskito nach drinnen. Zusätzlich haben wir eine „Moskito-freie Zone“ geschaffen - unser Bett im Alkoven. Wir haben zwischen Alkoven und dem Rest der Kabine ein engmaschiges Moskitonetz mit Klettband befestigt, sozusagen als Trennwand. Falls doch mal ein Moskito rein kommt ist dieser schnell erledigt. Das Moskitonetz idealerweise schon in Deutschland besorgen.
  • Beißfliegen – für uns die übelsten aller Plagegeister. Winzig kleine, schwarze Fliegen die gerne im Gras, Sand oder in üppig grünen Gegenden lauern und erbarmungslos zubeißen. Man spürt den Biss sofort und sieht einen kleinen roten Punkt auf der Haut. Aber das ist nur der Anfang – der kurz darauf einsetzende Juckreiz ist besonders nachts sehr heftig und hält gut und gerne 5-8 Tage an. Diese Viecher also auch besser aussperren. Hält man sich draußen auf, bleiben als wirkungsvolle Abwehr da nur lange Klamotten und Socken. Bei 30°C allerdings auch nicht so toll. Es gibt auch allerlei Abwehrmittel: Räucherstäbchen, Hausmittel wie Rotweinessig oder dick Nivea Creme einschmieren, Schutzmittel auf ökologischer Basis und Schutzmittel mit Deet. Uns hat - wenn überhaupt - nur die extrem aggressive Variante mit hohem Deet-Anteil wie „Off – Deep woods“ geholfen. Aber Vorsicht: das Zeug entfernt auch mühelos die Farbe der Flip Flops. Aber vermutlich immer noch besser als sich Malaria, Dengue Fieber oder Sonstiges einzufangen.

 

Internet: Die Verbreitung ist auch in den Ländern südlich der USA extrem weit fortgeschritten. Es gibt viele Internet Cafés, aber oft verfügen auch Restaurants, Campingplätze, Hostels etc. über kostenloses WiFi. Die Übertragungsraten sind jedoch gewöhnungsbedürftig und somit eine gute Übung zu mehr Gelassenheit J. Da die meisten Computer mit einer eher schlechten Empfängerantenne ausgerüstet sind und die WLAN Router oft schwach bzw. weit entfernt angebracht sind, lohnt sich auf jeden Fall eine Zusatzantenne, die per USB Kabel an den Laptop angeschlossen wird. Mit einer guten Antenne empfängt man so locker im Wohnmobil oder Liegestuhl das Signal. In bewohnten Regionen ist es möglich mehrere Netze zu empfangen, manchmal ist dann auch ein nicht gesichertes Netzwerk dabei. Wir haben unsere Antenne in Mexiko, Cancun auf dem Campingplatz von einem dort lebenden Schweizer gekauft. Ansonsten sind die Verstärker in Mexiko nur in Mexiko City erhältlich bzw. im Internet oder aus der Heimat mitbringen.

Krankenversicherung: Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der ADAC Krankenversicherung gemacht. Gutes Preis / Leistungsverhältnis (insbesondere für die USA), flexibel bei Verlängerungen oder Verkürzungen und sehr kundenfreundlich in der Abwicklung. Aber Achtung: Die Versicherung deckt nicht (auch nicht temporär) eine ungeplante Unterbrechung der Reise und Rückkehr nach Deutschland ab. Dies wird jedoch von den heimischen Krankenkassen gefordert sofern man diese auf eine Anwartschaft umgestellt hat. Im eingereichten „Schadensfall“ in beachtlicher Höhe (Arztkosten in den USA) hatten wir bei der Abwicklung mit der ADAC Krankenversicherung keinerlei Problem. Die Kosten wurden anstandslos erstattet. Für die USA eine sehr gute Wahl.

Die o.g. Lücke lässt sich z.B. mit der Hanse Merkur/Tarif Care Concept schließen. Ebenfalls ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis für alle Länder, jedoch nicht für USA. Leider muss man fast alle Auslandskrankenversicherungen vor Reisebeginn abschließen. Einzige Ausnahme (unseres Wissens): die Australische Versicherung World Nomads. Diese kann jederzeit und von überall abgeschlossen werden und bietet sich somit immer als Alternative an! Weitere Alternativen sind ProTrip M und der spanische Anbieter ISA.

 

Kupfer Canyon / Barranca del Cobre in Mexiko. Ein paar Informationen für Reisende, die die Zugfahrt mit dem "CHEPE" machen wollen:

-       Ab El Fuerte kann man die Fahrkarten im Zug kaufen (man muss nicht nach Los Mochis).

-       Bezahlung ist nur in bar möglich, der Schaffner hat Wechselgeld.

-       In El Fuerte fährt der Zug um 08.15 Uhr ab, in Los Mochis geht es hingegen bereits um 06.00 Uhr los.

-       Es verkehrt täglich nur EIN Zug in jede Richtung.

-       Es gibt einen reinen 1. Klasse Zug (primera express), der aber NICHT täglich verkehrt!

-     Der Zug mit Wagen der 1. UND 2. Klasse (economica) verkehrt ebenfalls NICHT täglich, sondern die beiden Züge verkehren abwechselnd. Aktuell ist es wie folgt:

-   Von Chihuahua in Richtung Los Mochis fährt der Zug der reinen 1. Klasse nur Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag. Der Zug mit den Wagen beider Klassen nur an den Wochentagen Montag, Donnerstag und Samstag. Von Los Mochis in Richtung Chihuahua verhält es sich genau umgekehrt.

-     Die Unterschiede der beiden Klassen sind in Bezug auf den Komfort äußerst gering, man kann also getrost die 2. Klasse nehmen. Allerdings dauert die Fahrt mit dem Zug der beide Klassen kombiniert insgesamt ca. 1 Stunde länger und es kommt viel häufiger zu Verspätungen.

-    Die Fahrkarten in der 1. Klasse kosten dafür etwa 40% mehr. Wir haben uns keine großen Gedanken bzgl. der Wagenklasse und des Fahrpreises gemacht und sind auf dem Hinweg zufällig mit dem reinen 1. Klasse Zug gereist und pünktlich in Creel angekommen. Zurück fuhr am Abreisetag der Zug mit beiden Klassen so dass wir dann die 2. Klasse nehmen konnten, was völlig ok war. Dieser Zug hatte aber im Reiseverlauf 1 Stunde Verspätung (logischerweise auch die 1. Klasse).

-      Fahrpreis: 2 Personen in der 1. Klasse von El Fuerte nach Creel: 1926 Pesos, 2 Personen in der 2. Klasse von El Divisadero nach El Fuerte: 960 Pesos

-       Es gibt in beiden Zügen einen Speisewagen mit Snacks und Getränken zu akzeptablen Preisen.

-       Die schönste Bahnstrecke ist ganz sicher zwischen El Fuerte und Divisadero. Eine Weiterfahrt bis Creel eignet sich wegen dem breiten Übernachtungsangebot und den Ausflugsmöglichkeiten.

-   Im Zug werden wenig oder auch keine Ansagen bezüglich dem nächsten Halt gemacht. Auf der Rückfahrt (im Dunkeln) und aufgrund der Verspätung war es nicht erkennbar, wo wir aussteigen mussten. Es gibt keine beleuchteten Bahnhofsschilder.

-    Wir haben unser Fahrzeug in El Fuerte im Hinterhof bei einem netten älteren Ehepaar (Dona Esperanza) gleich gegenüber des Bahnsteigs abgestellt. Die beiden sprechen nur Spanisch und sind es gewohnt sich mit Leuten aus aller Welt bzgl. des Parkens zu unterhalten. Das Abstellen des Autos kostete pauschal 200 Pesos und wir durften am Vorabend der Zugfahrt sowie am Abend der Rückkehr im Hof campieren. Das war sehr praktisch und gestört hat nur das Wettkrähen der Hähne.

Navigation. Wir nutzen gerne noch eine Papier-Landkarte. Diese unbedingt in Europa oder in den USA besorgen! Das in den anderen Ländern erhältliche Kartenmaterial taugt wenig bis gar nichts. Auf Beschreibungen/Erklärungen der sehr hilfsbereiten Mittel- und Südamerikaner kann man in der Regel verzichten – nettes Gespräch aber mehr verwirrend als hilfreich. Gutes Kartenmaterial gibt es beim Reise Know How Verlag http://www.reise-know-how.de oder von National Geographic.

Auf das Garmin GPS möchten wir jedoch auch nicht verzichten. Insbesondere in größeren Städten oder bei der Suche nach einem bestimmten Platz bzw. Koordinaten ist ein GPS sehr hilfreich. Da Garmin sehr weit verbreitet ist gibt es auch reichlich kostenloses Kartenmaterial. Entweder mit anderen Reisenden austauschen oder aber sehr komfortabel OSM (OpenSourceMaps) herunterladen. Eine klasse Quelle von routenfähigen Karten gibt es bei: http://garmin.openstreetmap.nl

 

Super ist auch eine iOS App für kleines Geld. Für 2,79€ bietet Skobbler „Forever Map“ an. Einmal auf dem Smart Phone installiert lassen sich beliebig viele Länderkarten zügig herunter laden. Für alle Länder entlang der Panamericana steht kostenloses Kartenmaterial zur Verfügung. Und das Beste: Die App funktioniert auch offline, also ohne Internet Verbindung. Einfach zu bedienen und auch super als Stadtführer. Auch „nur“ für Deutschland eine empfehlenswerte App.

 

Planung. Macht euch im Vorfeld nicht zu viel Gedanken. Heutzutage die Panamericana zu bereisen ist für jeden machbar. Sowohl Grenzübertritte als auch die Verschiffung über das Darien Gap lassen sich problemlos meistern (siehe auch Punkt Verschiffung). Route und Reisegeschwindigkeit von zu Hause aus zu planen geht in den meisten Fällen schief und ist nur der halbe Spaß. Spontan die Pläne zu ändern und alles anders machen als gedacht ist für uns ein sehr großer Luxus auf der Reise! Die Zeit zu Hause besser nutzen um ein paar Brocken Spanisch zu lernen – das hilft auf jeden Fall weiter!

 

Reiseblogs. Hilfreich – keine Frage. Auch wir nutzen teilweise diese Informationen, aber wir können nur raten: Macht eure eigene Reise, lasst euch auf Neues ein und findet heraus was euch gefällt. Die Welt und die Menschen sind so unterschiedlich, da wäre es schade wenn man nur „die Reise von anderen nachfährt“. Der eine mag lieber Strand und der andere die Berge, der eine hat eine nette Begegnung an einem Ort während der Nächste schlechtes Wetter und eine schlechtgelaunte Person am gleichen Ort trifft. Und so unterschiedlich fallen dann auch die Berichte zu diesem Ort oder Land aus. Aus unserer Sicht sind übrigens viele Reiseblogs übertrieben positiv geschrieben. Es ist nicht nur alles super toll und wunderschön. Es gibt auch hässliche Ecken, unzumutbare Zustände oder negative Erlebnisse. Das gehört alles dazu – wird aber in den Berichten selten erwähnt.

 

Verschiffung. Von Deutschland nach Baltimore haben wir mit Seabridge verschifft. Die Abwicklung war einwandfrei. Da gab es nichts zu meckern – ein Rundum-Sorglos-Paket.

Die Verschiffung von Panama nach Kolumbien haben wir ohne Agenten selbst organisiert. RoRo mit der SC Line - auch das hat prima geklappt. Ein ausführlichen "Prozess Bericht" mit allen notwendigen Schritten, inkl. GPS Daten und Bildern könnt ihr Euch hier als PDF herunter laden.

 

Verschleiß am Fahrzeug. Egal, was von manchen Reiseveranstaltern oder den „Alles ist prima“ Blog-Schreibern behauptet wird: Fakt ist, dass das Material sprich Auto/Wohnkabine auf einer Reise durch alle Länder südlich der USA deutlich leidet. Angefangen von Kratzern und kleineren Dellen am Fahrzeug, erhöhtem Verschleiß (Bremsen, Kupplung, Stoßdämpfer etc.) bis hin zu Lackschäden (bei uns blättert sogar Farbe von pulverbeschichteten Teilen ab). Dazu kommen dann in der Regel noch Fahrzeug-spezifische Probleme, die wohl jeden Reisenden treffen (wir haben keine Reisenden getroffen, die noch jungfräulich im Bezug auf Werkstattbesuche waren). Nicht schlimm und mit Hilfe guter Vorbereitung und etwas Gelassenheit alles irgendwie lösbar. Ein kleines Notfallpaket von sensiblen Spezialteilen einpacken und etwas Werkzeug ist schon die halbe Miete. Und das Gute: in Mittel- und Südamerika gibt es noch wirkliche Bastler. Die haben zwar wenig Maschinen, Werkzeug und Ersatzteile aber dafür ist das Improvisationstalent der Mechaniker beeindruckend. Was nicht passt wird passend gemacht.

 

Wasserversorgung. Eine der wenigen Extras in unserem Mobil. Nachdem wir (in den USA) mal Frischwasser ohne Filter in einen durchsichtigen Kanister gefüllt haben, konnten wir beim zweiten Abfüllen (mit Filter) auch optisch einen Unterschied wahrnehmen. Der Kaffee schmeckt besser und Zähneputzen ohne Chlorgeschmack ist auch angenehmer! In Mexiko bzw. allen weiteren Ländern kann man bei Bedarf „purified“ Wasser in 20 L Kanistern für kleines Geld kaufen und in den Tank füllen, oder aber das Leitungswasser selber filtern. Wir genießen es unseren Tank einfach mit dem verfügbaren Leitungswasser zu füllen und sind mit der Filteranlage sehr zufrieden.

 

Werbung. Leider wird man ja im Laufe der Reise nicht reicher auf der Reise – zumindest was das Geld anbetrifft. Das Budget mit Werbung und Sponsoring aufzubessern ist zwar eine gute Idee, kostet aber (wenn man es richtig machen will) auch sehr viel Zeit. Relativ einfach dagegen ist die Schaltung von Werbung via Google Adsense auf der eigenen Homepage. Einfach bei Google anmelden und hoffen, dass ein paar Leute auch mal auf die Werbung klicken. Kein Weg um reich zu werden aber vielleicht reicht es aus, um die Kosten der Homepage zu decken. Falls euch also unsere Tipps ein wenig weitergeholfen haben, würden wir uns auf einen Klick auf die nachfolgende Werbung freuen :-)