San Agustin

Es ist ja Fußball Weltmeisterschaft und ganz Kolumbien ist im WM-Fieber. Die Mehrheit der Kolumbianer trägt das Nationaltrikot und sämtliche Spiele werden übertragen. Zuerst schauen wir uns das Spiel Deutschland – Frankreich an und sind mit dem 1:0 glücklicherweise eine Runde weiter. Beim Spiel Brasilien – Kolumbien scheidet Kolumbien 2:1 aus und die Nation ist erst traurig und enttäuscht. Aber das dauert nur ein paar Minuten dann wird munter der Erfolg ihres Teams gefeiert, welches nach 16 Jahren erstmals wieder an der WM teilgenommen hat. Autocorsos fahren hupend durch den Ort und es wird überall gefeiert. Hier kann man sich auch noch über das Erreichen des Viertelfinales freuen – in Deutschland würde das wahrscheinlich zur verbalen Steinigung oder ähnlichem der Mannschaft samt Trainer führen.

San Agustin ist bekannt für seine archäologischen Stätten und diese erkunden wir mit dem Fahrrad. Zuerst radeln wir zum Archäologischen. Park und bewundern dort auf einer großen Fläche eine Vielzahl von Stein-Statuen. Sehr faszinierend welche bildhauerischen Fähigkeiten unsere Vorfahren schon hatten. Das kleine, angeschlossene Museum rundet den interessanten Besuch ab.

Danach schwingen wir uns wieder in den Fahrradsattel und fahren weiter durch die schöne Landschaft – allerdings wird die Strecke auf lehmigem Untergrund immer steiler und holpriger und Doris geht ein wenig die Puste aus.

Sonntags regnet es viel und so starten wir erst nachmittags mit Auto und fahren nach „El Estrecho, wo sich der breite Fluss auf einige Meter verengt. Die Wassermassen schießen regelrecht durch diese Verengung! Später machen wir noch eine kleine Wanderung zu „La Chaquira“. Da die Wegbeschilderung mal wieder mangelhaft ist laufen wir ein Stück in die falsche Richtung und dehnen die Wanderung so unfreiwillig etwas aus. Bei „La Chaquira“ handelt es sich um eine Statue, die eine Frau darstellt. Es ist weniger die Statue, die diesen Ort auszeichnet sondern vielmehr die Umgebung die Begeisterung bei uns auslöst. Überblickt „La Chaquira“ doch die gewaltige, grüne Schlucht mit diversen Wasserfällen.