Berge, Täler, Kurven – ein langer Fahrtag bis zum Rio Claro

Vom Stadtrand Bogotás entfernen wir uns früh morgens und verbringen einen langen Fahrtag auf Kolumbiens verkehrsträchtigen Straßen. Wir berappen wieder ein nettes Sümmchen Maut und quälen uns mit Gypsy über unzählige Berge, durch ebenso viele Täler und mindestens 1000 Kurven. Meistens ist die Strecke nur einspurig in jede Richtung und es wimmelt mal wieder von LKWs, Bussen, Mopeds und nervigen Baustellen. Glücklicherweise ist die Landschaft sehr ansprechend: Kaffeeplantagen wechseln sich ab mit Weideland und Rinderfarmen und je weiter wir ins Tiefland kommen, desto tropischer werden Vegetation und – was wohl – die Temperaturen.

Wir kommen am späten Nachmittag im privaten Naturreservat Rio Claro an und können gleich hinter dem Eingangsportal campen. Die eigentliche Campingwiese ist für Fahrzeuge leider nicht erlaubt aber der Platz ist trotzdem okay und ruhig.

Morgens machen wir im Reservat eine mehrstündige Wanderung durch den schönen Marmor Canyon. Die Wände des Canyons sind üppig bewachsen und wir entdecken einen wunderschönen Tukan im Gebüsch. Es ist kuschelig warm und wir erfrischen uns bei einem kühlen – nein, nicht Bier – sondern einem Bad im Rio Claro.

Unser nächstes Ziel ist nicht weit entfernt und so erreichen wir spätnachmittags Guatapé. Der vermeintliche Campingplatz existiert leider nicht mehr aber im Blickfeld der Polizeistation und ganz nah am Wasser ist ein Parkplatz auf dem wir nach Rücksprache mit der Polizei gerne übernachten dürfen – gratis. Am Abend bricht ein schweres Gewitter herein und der ganze Ort ist stundenlang ohne Strom – nur in Gypsy brennt Licht J.