Villa de Leyva

Wir sind wieder auf den Wandergeschmack gekommen und fahren nach Villa de Leyva – einer Kolonialstadt. Der Ort liegt auf ca. 2.150 Metern und ist ringsherum von hohen Bergen umgeben. Genau das Richtige für uns. Die Anfahrt gestaltet sich zunächst einfach, aber auf den letzten 30 km begehen wir mal wieder einen klassischen Anfängerfehler: Wir verlassen uns auf die Routenführung des Navi und werden über eine sehr schöne Nebenstraße geführt. Na ja, von Straße kann man da nicht wirklich reden, Pfad ist wohl eher zutreffend. Selbst das Navi sieht dies ein und meldet zwischendurch „Straße in Konstruktion“. Aber anscheinend hat unser Navi schon kapiert, dass wir mit einem Landy unterwegs sind und somit ist das Gerät bei der Straßenwahl nicht mehr wählerisch. Wir holpern also über Stock und Stein und lernen daraus: Besser noch ein zweites Mal auf die Karte schauen bevor es querfeldein geht.

Bei der Ankunft in der Stadt erleben wir gerade noch den letzten Tourismus-Trubel vom Wochenende. Menschenmassen spazieren durch die Stadt und wir fahren natürlich mitten durch die belebte „Marktstraße“ (Danke Navi). So quälen wir uns durch hunderte Kolumbianer um zu unseren Hostel mit Campingmöglichkeit am anderen Ende der Stadt anzukommen. Im Hostal Renacer treffen sich anscheinend alle „Overlander“ und so campieren hier während unseres Aufenthaltes bis zu 6 Camper – womit es auf dem Gelände ziemlich eng – aber auch gemütlich und sehr gesellig wird. Hier verbringen wir dann 7 Tage und haben mächtig Spaß. Wir faulenzen, quatschen viel, fahren mehrfach Fahrrad und gehen über die Bergkette bis zum Ort Sachica wandern. Außerdem besuchen wir das Fossilien-Museum, eine archelogische Stätte mit sexistischen Steinformationen J und bestaunen die schöne Landschaft, die tollen Häuser und fühlen uns bei dem tollen Klima (tagsüber sonnig warm, nachts kühl) pudelwohl. Hier lässt es sich herrlich Entspannen, Lachen, Leben. Colombia – que linda!

Zufällig halten sich Heidi und Jean-Luc auch in Villa de Leyva auf und wir begießen unser Wiedersehen mit ein paar Bier (Club Colombia) und machen den ganzen Nachmittag und den sehr späten Abend die Stadt und die „Dorfkneipe“ unsicher. Zum Glück sind wir mit den Fahrrädern unterwegs und so ist der Rückweg zum Hostal schnell gemeistert. Schön ist es mit den beiden – hoffentlich bis bald irgendwo in Südamerika.