Nationalpark Volcan Tenorio / Rio Celeste

Von anderen Reisenden haben wir gehört, dass die letzten 10 km Strecke zum Nationalpark eine Quälerei für Mensch und Material sind. Aber dieses Naturschauspiel wollen wir uns nicht entgehen lassen. Der Landy wird’s schon schaffen und die Kabine ist ja wieder fachmännisch in Stand gesetzt. Aber wir haben Glück, denn scheinbar hatte die Straßenbaubehörde ein Einsehen und die Piste wurde kürzlich geglättet. Zwar noch holperig aber mit dem Landy kein Problem, zumal es trocken ist. Die Bedingungen auf den Naturpisten ändern sich jedoch rasend schnell mit der Wetterlage Wir können wieder kostenlos direkt vor dem Parkeingang auf dem Parkplatz campen. Diesmal sogar mit Dusche/WC und Wifi – purer Luxus. Da sind die mal wieder fälligen 10 US$ Eintritt pro Person leicht zu verkraften. Abends beginnt es zu regnen und es schüttet fast die ganze Nacht. Wir genießen unser kuscheliges Gypsy-Mobil und warten am nächsten Morgen erfolgreich auf trockenes Wetter. Im Park gibt es zwar nur eine Wanderung, diese ist jedoch wirklich schön und absolut empfehlenswert. Der Weg ist aufgrund des nächtlichen Regens (ja, wir sind im Regenwald) extrem aufgeweicht und manche Passagen gleichen einer Schlammkuhle. Am ersten Aussichtspunkt (250 Stufen abwärts) erblicken wir den schönen Wasserfall. Dann geht es die 250 Stufen hoch und weiter bergauf zu zwei weiteren Punkten am Rio Celeste, wo dieser wunderbar türkisblau ist. An der Stelle „Teniderios“ fließen zwei klare Flüsse zusammen. Einer der Flüsse ist reich an Schwefel und der andere enthält Kalk und Metalle (Kupfer). Aufgrund einer chemischen Reaktion färbt sich das Wasser an der Mündung milchig-blau, imposant und unglaublich schön!

Auf dem Rückweg wollen wir nochmal zum Wasserfall und trainieren das Treppensteigen – danach haben wir uns eine leckere Bratwurst vom eigenen Grill verdient und lassen Ostern ausklingen.