Rincon de la Vieja NP

Es ist Semana Santa - Osterwoche - und das bedeutet Ausnahmezustand. So ziemlich jeder in Costa Rica (und in allen anderen Staaten in Zentralamerika) ist unterwegs und genießt ein verlängertes Wochenende oder eine ganze Woche Urlaub. Die meisten zieht es dabei an den Strand, weshalb wir uns ins Landesinnere in Richtung Vulkane orientieren. Am Nationalpark Rincon de la Vieja können wir direkt vor dem Eingang campieren. Abends ist hier nichts los, es kühlt erfrischend ab und ist sehr windig.

Am Morgen sind wir recht früh unterwegs und erreichen durch abwechslungsreiche Landschaft (erst durch Trockenwald) den 5 km entfernten Wasserfall im Urwald in herrlicher Stille. Wir sind ganz allein. Der Pool lädt zum Schwimmen ein und am Felsrand fließt Wasser von heißen Quellen hinein. Sehr angenehm. Gerade als wir unser Bad beenden treffen mehrere Kleingruppen am Wasserfall ein - und alle sprechen zu unserer Überraschung Deutsch. Klar, in Deutschland sind Osterferien und die werden wohl ausgiebig genutzt, um zu exotischen Zielen zu reisen. Wir fühlen uns wie im Schwimmbad und treten schnell den Rückweg an. Auf der anderen Seite des Parks gibt es ein Gebiet mit vulkanischen Aktivitäten (blubbernde Schlammlöcher, Mini Geysire) zu besichtigen. Der von der Parkverwaltung vorgenommene Vergleich mit dem Yellostone National Park in den USA hinkt zwar gewaltig, aber es ist trotzdem eine schöne 3 km Wanderrunde.