Im Schwarzwald - Finca Selva Negra

Nach einer durchwachsenen Nacht vor dem Haus unserer neuen nicaraguanischen Freunde verabschieden wir uns am frühen Morgen mit kleinen Geschenken: ein paar Klamotten von Doris für die Damen und der Herr des Hauses bekommt ein Multifunktionstool plus Schlüsselband aus unserer Krimskramskiste. Somit machen wir eine ganze Familie glücklich und schaffen zugleich ein wenig Platz in Gypsy. Zum Abschied darf natürlich ein Blick in unser "Haus" nicht fehlen – und die Drei sind total baff, als sie Gypsy von innen sehen. Lucy fasst es dann ganz einfach zusammen: "Das ist ja schöner als unser Haus und hat ja sogar einen richtigen Fußboden". Mal wieder wird uns klar, in welchem Luxus wir doch in Deutschland leben!

Unser heutiges Ziel ist das Hochland von Nicaragua. Entlang der Ruta del Café fahren wir durch sehr ansprechende Landschaft via Matagalpa und einem Abstecher nach San Ramon um dann in Selva Negra (Schwarzwald) zu übernachten. Die schöne Finca wird von deutschen Auswanderern geführt und bietet neben zahlreichen Wanderwegen im Privatwald auch einen kleinen See, ein gutes Restaurant und Übernachtungsmöglichkeiten. Angeblich haben die Besitzer in der Vergangenheit mit Campern schlechte Erfahrungen gemacht und wir dürfen nur bleiben, wenn wir uns eine "Cabana" mieten. Die preiswerteste Übernachtung kostet 30 US$ - kein Schnäppchen aber das Zimmer ist schön und die Finca liegt einfach traumhaft in den bewaldeten Bergen, umgeben von Kaffeeplantagen. So tauschen wir für eine Nacht Gypsy gegen ein Zimmer mit großem Doppelbett und ein Bad mit einer richtig heißen Dusche und Wasserdruck. Damit wir uns aber heimisch fühlen nehmen wir zumindest unsere eigenen Bettdecken. Die Nacht in den Bergen ist angenehm ruhig und erfrischend kühl.