Lago de Atitlan

Uns steht der Sinn nach Erholung ohne spanische Vokabeln und mit etwas mehr Komfort. San Marcos de Laguna am Lago de Atitlan heißt das Ziel und nach etwa 3 Stunden Fahrt und einer extrem steilen Abfahrt hinab zum See erreichen wir über eine schlechte Piste das schöne Anwesen Pasajcap. In traumhafter Lage am Ufer des Lago de Atitlan und mit super Blick auf die Vulkane hat der Franzose Pierre hier ein kleines Paradies mit tollem Garten, Bootsanleger, Hängematten und Grillplätzen geschaffen. Er vermietet chice Apartments und hat auch Platz für 2-3 Camper.

Auf dem See verkehren regelmäßig kleine Boote und die anderen Orte am Seeufer sind so leicht zu erreichen. Statt die bekannteste und größte Stadt Panajachel zu besuchen entscheiden wir uns für den kleineren Ort San Pedro de Laguna. Auch dort ist man auf Tourismus eingestellt und es wimmelt von Souvenirläden und Touranbietern. Wir können dem Charme einer jungen Einheimischen nicht widerstehen und kaufen eine kunterbunte, handbestickte Tischdecke. Den Kauf tätigen wir nicht ganz ohne Hintergedanken, denn sobald wir mit unserem neuen Souvenir winken und dies in der Hand umher tragen, lassen die teils lästigen (aber immer freundlichen) Verkäufer von uns ab. Im Ort wimmelt es von Backpackern, Yoga-Gurus und Touristen aus nah und fern. Beim Schlendern durch die steilen Gassen ertönen plötzlich zwei bekannte Stimmen – Madeleine und Ralf! Welch schöne Überraschung! Die Welt ein Dorf! Die beiden haben sich zwischenzeitlich einen Chihuahua zugelegt und reisen nun zu dritt. Leider ist der kleine Timi krank und hat zwei geschiente Vorderbeinchen. Das Wiedersehen feiern wir mit einem kühlen Bier, danach geht’s per Boot zu unseren Übernachtungsplätzen zurück. Wir sind gespannt, wann und wo wir uns erneut treffen!

Per Mail schwärmen wir Fiona und Matt von dem Platz vor und zwei Tage später stoßen die beiden Australier zu uns. Wir besuchen zusammen ein kleines Nachbardorf, zaubern abends leckeres Abendessen, trinken bis spät in die Nacht Bier und Wein und freuen uns über diese neue Freundschaft. Totally awesome ;-)  Gemeinsam wandern wir entlang schmaler, steiler Pfade zum kleinen Ort Santa Cruz. Der Weg bietet tolle Blicke auf den See und die Vulkane und führt durch schöne Landschaft. Unterwegs können wir bei einem Österreicher gutes Brot kaufen und köstliche Kässpätzle essen. Da fühlen wir uns fast wie in den Alpen! Zurück geht’s bequem per Boot. Viel zu schnell vergeht die Zeit und wir sind traurig, als wir uns von Fiona und Matt verabschieden. Da deren Route nach Norden führt werden wir uns wohl auf dieser Reise nicht mehr treffen – dafür hoffentlich irgendwann in Deutschland oder Australien!

In Pasajcap treffen wir auch Jana und Adi aus der Schweiz plus Hund und wir quatschen und lachen viel zusammen. Sie reisen leider auch in die entgegengesetzte Richtung.