Baboon Sanctuary - Belize Zoo – Blue Hole National Park

In Ladyville wird das Belikin Bier nach deutscher Braukunst hergestellt und spaßeshalber wollen wir uns die Brauerei anschauen, doch sonntags ist leider geschlossen. Stattdessen stoppen wir an einem der Supermärkte, welche in Belize zu 90% in chinesischer Hand sind. In Belize ist alles etwas teurer als in Mexiko, jedoch ist es nicht so dramatisch, wie es uns von vielen anderen Reisenden geschildert wurde. Aber ausgerechnet Chips sind wirklich unverschämt teuer! Kostet doch eine Tüte umgerechnet etwa 4 €! Da bleiben selbst wir Chips-süchtigen standhaft. Danach lassen wir an einer Gas-Station problemlos unsere leere Gasflasche auffüllen und sind somit wieder für eine Weile versorgt. Mittags erreichen wir in Bermudian Landing das Baboon Wildlife Sanctuary, wo angeblich ca. 1000 Brüllaffen in einem geschützten Gebiet in freier Natur leben. Das Land wird von der dortigen Gemeinde zur Verfügung gestellt und die Einnahmen kommen dieser Gemeinde und natürlich dem Tierschutz zu Gute. Beschäftigt sind hier (fast) ausschließlich Frauen, die als Guide arbeiten und die Touristen zu den Brüllaffen führen. Nach ein paar Minuten erreichen wir eine Stelle im Wald, wo oben in den Wipfeln eine kleine Affenfamilie herumturnt. Unsere Führerin ahmt den Ruf der männlichen Brüllaffen nach und lockt so zwei junge Affen herab, damit wir die Tiere aus der Nähe betrachten können. Danach geht es auch schon wieder zurück zum Eingang – wir sind etwas enttäuscht und haben gehofft, noch weitere Affen zu sehen. Wir betrachten den Eintritt in Höhe von 14 B$ pro Person als Spende und machen uns weiter auf den Weg zum Zoo.

Dort beziehen wir unseren empfehlenswerten Campingplatz (super Duschen!) im gegenüberliegenden TEC (Tropical Education Center). Das Gelände ist wunderschön und bietet diverse kleine Trails durch den Dschungel und die Savanne. Wir laufen nahezu alle Wege ab, beobachten exotische Vögel und bewundern die Vielfalt der Pflanzen, so zum Beispiel auch Kiefern (Caribbean Pine), die hier im Wechsel mit diversen Palmen zu sehen sind.


Nach einer Nacht mit Vogel- und Brüllaffen-Geschrei besichtigen wir morgens den Zoo, der nur heimische Tiere beherbergt und einen großen Beitrag zum Artenschutz leistet. Wir streifen gemütlich durch das Gelände und sehen Papageien, verschiedene Greifvögel, Krokodile, Brüllaffen, Spider Monkeys, Tapire, einen Jaguar und noch so einiges mehr.

Anschließend fahren wir zum Blue Hole National Park und werfen einen Blick in die finstere St. Herman‘s Cave. Wandern spontan bei feucht-heißem Wetter noch durch den Dschungel zum Outlook Tower und erfahren mal wieder das 4 km wandern im Urwald einfach anstrengender sind als in unseren heimischen Gefilden. Umso schöner, dass gleich darauf im Blue Hole, einer kleinen Cenote mit schönem, klaren Wasser ein erfrischendes Bad auf uns wartet. Herrlich abgekühlt treten wir die Weiterfahrt über den Hummingbird Highway an – für uns die schönste Straße des Landes. Sie führt durch Hügelland, üppigen Regenwald, riesige Zitrusfelder und ist die reinste Augenweide. Am Straßenrand sehen wir zufällig das Schild „Hummingbird Haven – Camping & Swimming“ und wir beschließen hier die Nacht zu verbringen. Das Gelände ist ein Garten Eden und liegt zudem an einem glasklaren Fluss, in dem es sich herrlich baden lässt. Das Gelände gehört zu einer „Community“, dessen Konzept wir zwar nur teilweise verstehen, aber wir dürfen als Camper gegen einen Kostenbeitrag von 15 B$ pro Person am gemeinsamen Abendessen teilnehmen. Es gibt ein vegetarisches Gericht mit „Bush Meat“, einer heimischen Pflanze, die in Verbindung mit weiterem Gemüse und Tortillas ganz lecker schmeckt.

Wir bleiben noch eine weitere Nacht und vergnügen uns den nächsten Tag mit Baden im Fluss, Speedminton spielen trotz 30°C und relaxen in der traumhaften Umgebung. Einen Makel hat das Paradies jedoch: es gibt fiese Biting Flies.