Adios México & Welcome to Belize

Nach 3,5 schönen und interessanten Monaten in Mexiko wird es für uns Zeit weiter zu ziehen. Wir haben Lust auf etwas Neues und sagen Adios México. So machen wir uns vormittags von unserem Campingplatz in Calderitas auf zur nahe gelegenen Grenze und folgen der Beschilderung „Belize“. Hm, die Straße gabelt sich und es gibt zwei Möglichkeiten: links „Belize Libramiento“ oder rechts „Belize“. Wir fahren einfach mal nach rechts und erreichen nach wenigen hundert Metern zwar die Grenze, erkennen aber, dass die Durchfahrtsschranke für Gypsy zu niedrig ist. Da wir auch keine andere Spur sehen, drehen wir einfach um, folgen der Ausschilderung „Libramiento“ und kommen an einen neuen, großzügig angelegten und heute wenig frequentierten Grenzübergang. Uns ist nicht ganz klar, wohin wir nun fahren müssen aber sogleich kommt uns ein Sicherheitsbeamter zur Hilfe. Rechts an den weißen Markierungen ranfahren und warten, bis jemand kommt. Drei Minuten später kommt eine junge Zollbeamtin zu uns, will Pässe und Fahrzeugpapiere sehen und wirft einen kurzen Blick in die Wohnkabine. Alles okay und so dürfen wir an einen Autoschalter fahren. Dort reichen wir dem mex. Beamten unsere Reisepässe sowie die Touristenkarten, welche wir bei der Einreise erhalten haben. Außerdem haben wir den Beleg parat, dass wir die mex. Einreisegebühr von 590 Pesos (für uns beide) brav bei der Einreise bezahlt haben. Der Beamte stempelt ordnungsgemäß die Ausreise in den Pass und somit sind wir beide auch schon fertig – und das alles, während wir im Fahrzeug sitzen. Abfertigung im Drive-through Verfahren. Jetzt gilt es die Ausreise für das Auto zu erledigen. Dazu fahren wir nur wenige Meter weiter zum brandneuen Gebäude „Banjercito“. Auch dort herrscht wenig Betrieb und Doris kann direkt mit den Fahrzeugpapieren zum Schalter gehen. Die junge Dame hinter der Glasscheibe kommt mit nach draußen, macht ein Foto von der mex. Plakette, welche seit der Einreise an der Windschutzscheibe prangt, überprüft die Fahrgestellnummer und bittet Torsten, die Plakette abzukratzen. Gesagt, getan. Dann geht’s wieder hinein an den Schalter und wir bekommen eine offizielle Ausreisebestätigung für den Landy. Eine schnelle, unkomplizierte und freundliche Grenzabwicklung.

 

Jetzt geht es weiter in Richtung Belize und wir kommen in der Nähe des zuerst angesteuerten Grenzübergangs vorbei, wo deutlich mehr Betrieb herrscht. Ein paar Kilometer fahren wir durch Niemandsland und erreichen dann die Grenze von Belize. Wir parken neben dem Gebäude mit der Aufschrift „immigration“ und betreten eine luftige Halle und stehen gleich in der kurzen Schlange für die Einreise. Die belizianische Grenzbeamtin nimmt unsere Pässe entgegen, fragt, was wir in Belize machen wollen, wo wir wohnen wollen und wie lange wir bleiben wollen. Das Antworten in Englisch fällt uns leicht. Zack, Stempel in die Ausweise und schon dürfen wir maximal vier Wochen in Belize bleiben, ganz ohne Einreisegebühr. Um die Formalitäten für den Landy zu erledigen müssen wir an den Schalter gleich hintendran. Dort sitzen zwei Beamte, die genüsslich Fruchteis aus einem Gefrierbeutel saugen und uns während dessen abfertigen. Reisepass und Fahrzeugscheine (national und international) wollen sie sehen und dann wird in aller Seelenruhe das Formular ausgefüllt – einer liest die Daten von den Papieren ab und die andere schreibt. Dann wird das Auto mit in den Pass eingetragen und das Formular abgestempelt. Nebenbei wird natürlich das Eis aus dem Beutel gesaugt. Es geht locker zu und so ist auch die temporäre Einreise des Fahrzeugs problemlos und kostenlos erledigt. Wir steigen ins Auto und rollen wenige Meter weiter zur Ausreisekontrolle. Der Beamte wirft einen kurzen Blick auf unsere abgestempelten Pässe und das beliz. Fahrzeugpapier. Alles gut. Dann will er wissen, ob wir schon bei der Fahrzeug-Besprühug (fumigation) waren, was wir verneinen. Kein Problem, wir sollen 100m zurück zu einem weiß/grünen Holzhäuschen fahren und das erledigen. Wir wussten zwar, dass diese Besprühung bei der Einreise nach Belize obligatorisch ist, hatten aber ehrlich gesagt das kleine Gartenhaus übersehen. Also kurz zurück zur Hütte. Wir können im Auto sitzen bleiben, schließen die Fenster und schon werden die Reifen eingesprüht. Das kostet 10 B$ bzw. 5 US$. Mit dem Beleg fahren wir dann wieder zur Ausreisekontrolle und werden dann locker durchgewunken. Kein Blick in unser Auto oder den Kühlschrank – dabei gilt hier ein Einfuhrverbot für Obst, Gemüse, Fleisch und Alkohol. Wir hatten zwar nicht viel zu befürchten, haben jedoch zumindest eine Kontrolle erwartet. Also alles easy. Welcome to Belize!

Etwa 100m hinter der Grenze stoßen wir direkt auf das Gebäude der Belize Insurance Company und halten dort, um die Haftpflichtversicherung für das Auto abzuschließen. Der Angestellte ist in Plauderlaune und gibt uns Reisetipps. Wir entscheiden uns für eine Versicherungsdauer von 4 Wochen – analog zu unserer Aufenthaltserlaubnis. Kostenpunkt: 60 B$ bzw. 30 US$.

Der Grenzübertritt verlief gemütlich, unkompliziert und sehr freundlich.

 

Gut gelaunt machen wir uns auf den Weg und fahren über die teils gute, teils holprige Straße bis nach Orange Walk und schlagen beim schönen Lamanai River Restaurant & Camping für 20 B$ direkt am Fluss unsere „Zelte“ für die erste Nacht auf. Wir laufen ein wenig durch die kleine Stadt, werden überall freundlich gegrüßt, heben bei der Bank Belize Dollar ab (fest an den US Dollar gekoppelt, 1US$ = 2 B$) und kehren zum köstlichen Abendessen im Nahil Mayab Restaurant ein. Der erste Tag in Belize ist schon mal sehr gelungen!