Chetumal

Chetumal liegt auf der Halbinsel Yucatan und ist die nicht besonders reizvolle Grenzstadt zu Belize. Für uns jedoch der Ort um den Grenzübertritt vorzubereiten und uns weitere Informationen über unser nächstes Reiseland einzuholen. Der Campingplatz Yax-Ha Resort liegt etwa 6 km außerhalb der Stadt, hat super schöne Stellplätze und gute Sanitäranlagen. Unsere letzten Tage in Mexiko campen wir dort auf einer kleinen Landzunge direkt am Wasser unter Kokospalmen - besser kann der Abschluss kaum sein. Die Tage vergehen wie immer schnell. Wir richten die Kabine noch mal neu aus, waschen Wäsche, befreien unser rollendes Zuhause vom Sand, befassen uns mit den Grenzformalitäten, machen kleine Besorgungen WiFi... Klar, dass wir uns nach sooo viel Arbeit selbst belohnen und abends gemütlich ins benachbarte Restaurant essen gehen. In den vergangenen Monaten haben wir die gute mexikanische Küche sehr zu schätzen gelernt und wir wissen ja nicht, wann wir so etwas wieder bekommen. In dem kleinen Restaurant herrscht nicht gerade Hochbetrieb aber der ein oder andere Tisch ist besetzt. Wir schlemmen Shrimps in Knoblauchsoße als uns ein mexikanisches Pärchen vom Nachbartisch nach ein paar Floskeln zum Bier einlädt. Als zurückhaltende Deutsche lehnen wir höflich dankend ab und lassen das offensichtlich frisch verliebte Pärchen allein. Eine Weile später wechseln die beiden von der Terrasse nach Drinnen und als wir unsere Rechnung begleichen bringt uns die Bedienung zwei Bier von den Turteltauben. Nun nehmen wir dankend an und gesellen uns zu den beiden. Lupita und Victor sprechen recht gut Englisch und es entsteht eine kurzweilige Unterhaltung. Die zweite und dritte Runde Bier lässt nicht lange auf sich warten, das Lokal füllt sich und verwandelt sich zu unserem Erstaunen in eine Karaoke-Bar. Bei einem echt mexikanischen Abend darf der Tequila nicht fehlen und so wird nicht nur an unserem Tisch die Stimmung immer ausgelassener. ALLE anwesenden Mexikaner geben ihre Gesangskünste zum Besten. Und von Kunst kann man dabei nicht sprechen! Selten haben wir Menschen gesehen, die mit so viel Freude und Inbrunst so schlecht singen. Natürlich leisten auch wir beide unseren Karaoke-Beitrag. Der DJ hat auf unseren Wunsch hin den Song „Tage wie diese“ von den Toten Hosen aufgelegt und wir beide versetzen die Mexikaner mit unserer Darbietung in Erstaunen – so schlecht wie die singen, da können wir locker mithalten. :-)  Am nächsten Tag müssen wir zweifelsohne ausspannen (irgendwas an Torsten’s Essen war wohl nicht ganz in Ordnung) und verschieben unsere Einreise nach Belize um einen Tag.