Tulum

Xpu-Ha hat uns nicht ganz überzeugt und so hoffen wir auf Tulum. In der Tat: wir werden nicht enttäuscht. Wir stehen auf dem Platz Playa Pescadores (ehemals Mariachi Bar) - schön auf Sand und nur 60 m vom azurblauen Wasser entfernt. Am Strand gibt es nette Restaurants und Cocktailbars und so genießen wir die herrliche Karibik mit direktem Blick auf die Ruinen von Tulum. Das ist ziemlich perfekt. Zudem gibt es in und um Tulum einen schönen Fahrradweg, der den Küstenabschnitt, die Tempelanlage und den kleinen Ort mit sehr vielen Restaurants und Bars verbindet. So hat der Landy endlich mal wieder frei und wir freuen uns, 7 Tage nur mit den Fahrrädern unterwegs zu sein.

Kulinarisch werden wir im Ortskern im Restaurant El Capitan verwöhnt. Dort gibt es derart leckeren Fisch (Ceviche tradicional ist der Hammer) und super leckere Cocktails. So gut, dass wir gleich 4 mal dort einkehren und am Ende fast wie Stammgäste behandelt werden! Der Oberkellner will bei jedem Besuch Deutsch lernen und so bringen wir ihm am ersten Tag „Ich bin glücklich.“ und „Ich bin betrunken.“ bei. Er rennt durch den ganzen Laden und sagt „Ich bin glucklich,“ Beim letzten Besuch will er wissen was „Quiero hacer amor.“ auf Deutsch heißt. Wir liegen vor Lachen unter dem Tisch und übersetzen ihm gerne „Ich will Liebe machen.“ Das neu erlernte Vokabular lässt er sich zur Sicherheit auch notieren...

Die Maya Ruinen in Tulum besichtigen wir selbstverständlich auch, und zwar morgens um 8 Uhr. Die Anlage ist klein, die Gebäude nicht sonderlich spektakulär und im Vergleich zu den übrigen Stätten die wir schon gesehen haben auch nicht von besonderem Reiz – wäre da nicht die einzigartige Lage am karibischen Meer! Hier gilt „location, location, location“. Die Anlage liegt auf einem 12 m hohen Felsen über dem türkisfarbenen Meer, mit einem wunderbaren kleinen Strand und umgeben von toller Vegetation. Einzigartig. Jede Hotelkette der Welt würde ein Vermögen für diesen Standort zahlen – glücklicherweise ist die Stätte jedoch als Kulturdenkmal geschützt. Mit dem Eintreffen der Touristenmassen machen wir uns auf den Rückweg und schwingen uns in den Fahrradsattel um danach am Strand abzuhängen. Was für ein Leben! Life is good :-)

Und weil es hier so schön ist und wir uns nicht so recht von Tulum trennen können hängen wir noch eine letzte Nacht dran. Dafür verlegen wir unseren Standort ein wenig in Richtung Hotelzone und campieren in der Parkbucht (Koordinaten xxx), sozusagen direkt am Meer, nur durch eine kleine Straße getrennt. Wir genießen die kühle Brise, die vom Meer in Gypsy dringt und werden rund um die Uhr von der Polizei bewacht, die in 100 m Entfernung einen Kontrollposten hat und uns das Übernachten dort ganz selbstverständlich erlaubt. Schöner Platz für ein oder zwei Nächte.