Izamal

In einem Blog von anderen Reisenden haben wir gelesen, dass die Stadt Izamal eine schöne Mischung aus San Miguel de Allende und Guanajuato sein soll. Da uns diese beiden Städte sehr gut gefallen haben und Izamal ein Pueblo Magico ist, beschließen wir dort Station zu machen. Anlässlich eines Besuchs von Papst Johannes Paul II im Jahr 1993 wurde die Stadt angeblich hübsch hergerichtet und alle Häuser im Zentrum wurden ockergelb gestrichen. Als wir mittags dort ankommen ist der Ort wie ausgestorben und wir haben den Eindruck, dass hier seit 1993 nicht viel passiert ist außer Verfall. Es gibt nur ein, zwei schöne Gebäude, der Rest der Stadt ist trist und es herrscht tote Hose. Kaum Menschen auf der Straße, kein quirliges Treiben auf dem Zocalo, keine Taco-Bude, der Markt schließt mittags seine Pforten und die Kutscher mit ihren kitschig zurecht gemachten Pferdekutschen warten sehnsüchtig auf Kundschaft. Wir finden mit Mühe ein halbwegs ansprechendes Restaurant und wundern uns, wie der obige Vergleich zustande kommen kann.

Glücklicherweise gibt es in Izamal eine gute Campingmöglichkeit. Am Stadtrand hat der Österreicher Harald mit seiner mex. Frau Sonia eine alte Hacienda zum schönen Romantik Hotel Santo Domingo umgebaut. Dort gibt es einen Pool, eine kleine Bar mit Open Air Restaurant (Essen auf Vorbestellung) und stilvoll eingerichtete Zimmer. Für Camper hat Harald einen Teil seines großen Grundstücks mit Stellplätzen versehen und natürlich gibt es saubere Dusche/WC. Zudem versorgt Harald seine Gäste mit Informationen rund um die Halbinsel Yucatan. Bei ihm kann man sein Fahrzeug auch länger und vor allem sicher abstellen. Da uns die Stadt nicht gefällt bleiben wir nur eine Nacht und kommen so leider nicht in den Genuß von Schnitzel und anderen heimischen Köstlichkeiten.

Wen treffen wir? Genau: Gisela und Kalle! Das ist wirklich lustig.