Parque Nacional Iztaccihuatl – Popocatépetl

Von Cholula fahren wir von der Ostseite über den Cortez Pass in den Nationalpark Itza-Popo. Nach ca. 2 Stunden Fahrt auf kurvigen und unbefestigten Wegen kommen wir auf dem Sattel, genau zwischen dem Popocatépetel (5462 m) und Iztaccihuatl (5286 m) auf 3600 m Höhe an. Die beiden Vulkangipfel sind die zweit- bzw. dritthöchste Erhebung Mexikos und bieten ein imposantes Bild. Wow! Wir staunen nicht schlecht. Der „Popo“ sieht aus wie ein schneebedeckter Fabrikschlot und der „Izta“ erinnert laut einer indigenen Legende an eine schlafende Frau. Für die Nacht beziehen wir unser Quartier im 7 km entfernten Apatlaco in einer kleinen Eco Touristico Ferienanlage. Dort laufen wir noch zum kleinen Wasserfall und genießen abends ganz alleine die Stille auf ca. 3350 m und gewöhnen uns ein wenig an die Höhenluft. Am nächsten Morgen wollen wir hoch hinaus. Das gesamte Gebiet rund um den Popocatépetl ist Sperrgebiet und das Betreten dementsprechend nicht erlaubt. Deshalb heißt unser Ziel „am Fuße des Iztaccihuatl“ wandern. Gypsy bringt uns auf den Parkplatz in 3700 m Höhe bevor es zu Fuß weitergeht. Wir haben super Wetter, strahlend blauen Himmel und beide Gipfel sind fast völlig frei von Wolken. Je höher wir wandern desto besser wird die fantastische Fernsicht und wir können sogar bis zum Orizaba (höchster Gipfel Mexikos) blicken. Es ist Sonntag und so sind sehr viele Mexikaner unterwegs, auch hier in den Bergen. Die ersten Metern quälen wir uns gemeinsam mit vielen Mexikanern in Sandalen und Halbschuhen den recht steilen Anstieg hinauf. Also wir tragen natürlich Wanderstiefel! Aber wie schon so oft in den Bergen erlebt, lichten sich auch hier die Menschenmassen nach ein paar Biegungen recht schnell. Der Weg bleibt jedoch sehr steil und steinig, unsere Kondition wird strapaziert und uns „Flachland Tirolern“ macht die dünne, sauerstoffarme Luft zu schaffen. Obwohl wir uns ja schon seit Wochen im Hochland auf 2000 – 2500 m Höhe bewegen ist der Unterschied eklatant. In mehreren Etappen erklimmen wir dann einen Bergsattel auf 4533 m Höhe - für uns beide ein neuer Höhenrekord! Weiter hoch geht’s dann heute aber nicht mehr, da sich bei Torsten doch deutliche Kopfschmerzen breit machen. Wir lassen die Vernunft siegen, steigen wieder ab und freuen uns über die tolle Bergwanderung. Anschließend fahren wir auf dem Cortez Pass weiter herunter und schlafen bestens auf 3250 m auf dem Gelände eines „Forellenhofs“. Es steht außer Frage, dass wir die Forellen probiert haben. Sehr empfehlenswert.