Mexiko City

Von Teotihuacan fahren wir mit dem Linienbus (Verbindung alle 15 Min) für schlappe 32 Pesos pro Person zum Bus/Metro-Terminal „Deportivo 18 de Marzo“ und von dort geht es dann mit diversen Metro Linien direkt zum Zocalo – dem historischen Zentrum der Stadt. Das Fahren mit der U-Bahn ist in dieser mega Metropole ziemlich einfach. Eine einfache Fahrt, egal wie weit oder wie oft man umsteigt, kostet 5 Pesos pro Person. Also brauchen wir nicht lange Fahrkartenpreise zu studieren, sondern zahlen 0,30 € und steigen ein. Die Taktung der U-Bahnen ist atemberaubend, gefühlt rauscht etwa alle 60 Sekunden eine Bahn heran, jedoch sind alle „gerammelt“ voll. In der „Rush hour“ wird dann hemmungslos von hinten gedrückt, frei nach dem Motto: Einer geht noch rein. Körperkontakt ist angesagt. Endlich wissen wir, wie sich Ölsardinen in Blechbüchsen fühlen müssen. Anscheinend fahren die ca. 25 Mio. Einwohner dieser Megametropole gerne mit der U-Bahn – bei dem Preis auch kein Wunder. Als durchschnittlich groß gewachsene Mitteleuropäer sind wir deutlich größer als die Mexikaner und können zumindest über die Köpfe hinweg sehen und oberhalb diverser Köpfe ein wenig „frische“ Luft atmen.

Nachdem wir unser einfaches aber sauberes Hotel „El Salvador“ (ein Tipp von den Mexikanern Angelica und Ludwig), zentral in der Altstadt gelegen, bezogen haben, geht es gleich ab ins Getümmel. Aber wir sind überrascht: statt Menschenmassen, überfüllte Gassen, Verkehrschaos und Smog treffen wir auf Fahrradfahrer, relativ geregelten Verkehr und eine - für eine Millionenstadt - durchaus akzeptable Menschenmasse. Da sind wir positiv überrascht. Den Nachmittag und schlendern wir bequem durch das historische Zentrum, besichtigen die prunkvolle Kathedrale, den Palast der Schönen Künste, stellen uns in der Schlange an um einen Platz auf der Tribüne zu ergattern, um dann Mexikanern beim Schlittschuhlaufen bei 20°C auf dem Zocalo zuzuschauen, essen Taco al Pastor, trinken frischen O-Saft und guten Cappuccino und genießen einen herrlichen Tag.

Am zweiten Tag in der großen Stadt machen wir dann die große Touri-Bustour (Hop on – hop off) um noch ein wenig mehr von der Stadt zu sehen. Und wiederum sind wir positiv überrascht – eine 25 Millionen Stadt haben wir uns hektischer und unfreundlicher vorgestellt. Obwohl wir fast den ganzen Tag mit dem Bus unterwegs sind fallen wir am Abend ziemlich erschöpft in unser Hotelbett.

Nach einem gutem Frühstück mit echter Heißer Schokolade (nach altem Azteken Rezept J ) und leckeren Churros (in Zucker getauchte Fettgebäckstangen) im alteingesessenen Lokal „El Moro“ (wieder ein Tipp von Angelica und Ludwig) besichtigen wir dann das weltberühmte Anthropologische Museum. Das Museum ist riesig und nach einigen Stunden sind wir regelrecht erschlagen von der Vielzahl der Ausstellungsstücke und der besonderen Qualität der archäologischen Funde. Wir lernen viel über die Hochkulturen der Tolteken, Azteken, Mixteken, Olmeken, Zapoteken bis hin zu den Mayas. Ein tolles Museum. Verbesserungsbedürftig sind die Hinweistafeln, welche oft nur in Spanisch beschriftet sind und nur wenige in Englisch.

Nach so viel Kultur erreichen wir dann mit U-Bahn und Bus in einer Stunde wieder Teotihuacan und unser geliebtes Gypsy-Mobil.

Fazit: Mexiko City hat uns positiv überrascht, wir haben uns zu jeder Zeit sicher gefühlt und hatten fast nie den Eindruck uns in einer der größten Städte der Welt zu bewegen. Die Stadt hat unglaublich viel Kultur, Historie und Flair zu bieten und sollte aus unserer Sicht bei keinem Mexiko-Besuch fehlen. Wir sind froh, dass wir den Ausflug gemacht haben, auch wenn wir immer noch lieber in der Natur sind und am besten im Gypsy-Mobil schlafen.