Teotihuacan

Am zweiten Tag des Jahres haben wir unser Quartier nach Teotihuacan verlegt. Der Ort im Nordosten von Mexiko City eignet sich prima, um die Riesenstadt ohne Auto zu besuchen und außerdem, um die gleichnamigen Pyramiden zu besichtigen.

Am dritten Tag des Neuen Jahres warten endlich die ersten Pyramiden unseres Lebens auf uns. Was für ein grandioser Anblick. Die gewaltige Tempelanlage von Teotihuacan – der Ort an dem die Menschen zu Göttern wurden – war zwischen 250 vor Chr. und 650 nach Chr. bewohnt. Zu den Glanzzeiten lebten hier und den angrenzenden 11km² etwa 120 000 Menschen. Bis heute ist unbekannt, wer genau diese imposante Anlage errichtete und was die Gründe für ihren Niedergang waren. Die Mondpyramide darf man noch bis zur ersten Plattform besteigen, auf die Sonnenpyramide darf man jedoch ganz nach oben kraxeln. Der Ausblick von dort ist fantastisch und es entsteht fast unweigerlich eine unbeschreibliche Stimmung – zumindest bei einem Besuch in den frühen Morgenstunden. Später am Tag wird das Erlebnis durch fliegende Händler und Touristenmassen etwas eingeschränkt. Zwar noch akzeptabel aber schöner ist es an so einem mystischen Ort wenn es ruhiger zugeht.

Wir verbringen fast den ganzen Tag in der Anlage, sind begeistert von der Baukunst und den aufwendigen Verzierungen. Auch das angegliederte Museum ist in jedem Fall einen Besuch wert.

Bildung macht hungrig und so stärken wir uns im Ort Teotihuacan (nichts Besonderes) mit diversen Tacos, leckerer Eiscreme und treffen abends auf dem Campingplatz Marita & Uwe aus Norddeutschland, die mit ihrem schokobraunen Toyota Landcruiser unterwegs sind. Schnell stellt sich mal wieder heraus, dass wir beide noch blutige Reiseanfänger sind, was uns aber keineswegs an einem netten gemeinsamen Abend und Morgen hindert. Marita & Uwe sind auch auf dem Weg Richtung Belize & Guatemala, insofern gibt es bestimmt ein Wiedersehen auf dieser Reise.