El Chico National Park

Wir beschließen dieses für uns so phantastisch verlaufende Jahr in trauter Zweisamkeit in der Natur zu verbringen. In einem Reiseblog haben wir über den El Chico National Park gelesen und wollen uns dieses Gelände anschauen.

In unserem Vorhaben werden wir dann unterwegs noch bestärkt: Ein mexikanisches Paar winkt uns vom Straßenrand zu und deutet an, wir mögen doch bitte anhalten. Na ja, die Regel sagt ja, dass man aus Sicherheitsgründen nicht anhalten soll, aber die beiden sehen sehr vertrauenswürdig aus, es ist heller Tag und rundum sind viele Leute. Nach kurzem Zögern halten wir ein paar Meter später an. Es stellt sich heraus, dass die beiden (Angelica & Ludwig – sehr mexikanische Namen) neben ihrem Jeep auch stolze Besitzer eines Land Rover Defender sind und unser Auto einfach super finden. Nach ein paar Fotos von unserem Mobil und ein wenig schwätzen stellen wir fest, dass wir in die gleiche Richtung unterwegs sind. Die beiden laden uns spontan in Pachuca zum Essen ein und so lernen wir nicht nur wie man richtig Tacos isst, sondern bekommen noch viele Tipps über Mexiko City und den El Chico NP, den wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Unser Campingplatz „Las Ventanas“ liegt auf 2911 Metern und es ist nebelig und kalt, aber die Heizung in Gypsy funktioniert problemlos. Wir gönnen uns eine Flasche Sekt und genießen den Silvester-Abend ganz für uns allein. Ein Frohes Neues Jahr!

Das neue Jahr begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. So soll es sein! Wir machen eine sehr schöne Wanderung durch die bergige Landschaft und fahren noch am Nachmittag mit dem Collectivo nach Mineral del Chico, einer kleinen Silberstadt in der es sehr gemütlich zugeht. Ein sehr schöner Start ins neue Jahr. Am nächsten Tag geht es weiter und nach ein paar Kilometern machen wir einen Stopp in Huasca. Dort gibt es eine Schlucht zu sehen, die von riesigen Basaltsäulen übersät ist. Beeindruckend und viel größer als z.B. das National Monument „Devils Postpile“ in den USA. Aber das mexikanische Pendant ist halt überhaupt nicht vermarktet, denn auch diesen Ort sucht man vergeblich in den meisten Reiseführern. Am Marketing kann Mexiko also definitiv noch arbeiten!