Lago de Camécuaro National Park

Wer so spät die nächste Tagesetappe antritt braucht sich nicht zu wundern, wenn er nicht pünktlich (also im Hellen) ankommt. Also verbringen wir die Nacht in der Nähe der Stadt Zamora auf einer staatlichen Pemex Tankstelle. Diese sind in der Regel 24 Stunden geöffnet und in den meisten Fällen ist das Übernachten dort auf dem Parkplatz erlaubt. Nicht gerade lauschig aber immer noch eine gute Alternative auf der Durchreise. Richtig gut wird es natürlich, wenn man vom hilfsbereiten Personal Tipps für die nähere Umgebung bekommt. So wird uns für den frühen Morgen der Besuch des Lago de Camécuaro National Park empfohlen. Das kleine Hinweisschild zu dem See haben wir gesehen aber diesem keine Beachtung geschenkt. Dass es sich hierbei um einen National Park handelt ist uns nicht bekannt denn keiner unserer Reiseführer erwähnt auch nur annähernd etwas davon. Aber Tipps von Einheimischen sind in der Regel die Besten! Ein super Tipp! Am frühen Morgen kommen wir am Nationalpark an. Eintritt muss man erst ab 10 Uhr morgens zahlen und so können wir gratis ans Seeufer fahren und fühlen uns wie in einem Märchenwald. Das Tageslicht ist noch spärlich und der See dampft. Außer uns sind nur ein paar Sportler (Jogger, Schwimmer) unterwegs und so genießen wir die Stille und mystische Atmosphäre fast alleine mit ein paar Enten. Der See wird von mehreren unterirdischen warmen Quellen gespeist, hat kristallklares Wasser und ist mit ca. 20°C angenehm „warm“. Richtig einladend für ein erfrischendes Bad am frühen Morgen - Super! Nach der sportlichen Betätigung und einem guten Frühstück in Gypsy fahren wir dann ausnahmsweise schon sehr früh weiter nach Patzcuaro.