Ungewollter Stopp bei Phoenix

Nachdem wir in Phoenix erfolgreich unser Paket abgeholt haben geht es weiter Richtung mexikanische Grenze. Obwohl wir die USA ungern verlassen so freuen wir uns gleichzeitig auf Mexiko. So kommt es, dass wir keine rechte Lust verspüren die hektisch wirkende Großstadt Phoenix zu besichtigen. Also fahren wir nach einem Einkauf im Columbia Outlet einfach an der Stadt vorbei. Alles läuft prima bis Gypsy plötzlich auf dem Highway ein wenig mehr schwankt als gewöhnlich. Sofort rudert ein auf der Nebenspur fahrender Amerikaner mit den Armen und deutet auf unseren rechten Hinterreifen. Also fahren wir schnell rechts ran und sehen, dass das rechte Hinterrad fast platt ist. Zum zweiten mal…Wir haben bereits in Santa Fe eine Schraube aus diesem Reifen entfernen lassen. Das hat ja nicht wirklich funktioniert. Also runter vom Highway (zum Glück noch stadtnah) und auf zum nächstbesten Reifenservice. Reifenfuzzi Nr. 1 kann Gypsy nicht auf die Hebebühne  hieven – ist eben schon ganz schön schwer unser Kleiner. Aber wir sind ja in den USA und da ist natürlich Reifenfuzzi Nr. 2 nicht weit. Der meint natürlich (wie wir auch), dass die Reifenreparatur nicht fachgerecht ausgeführt wurde und sich das Leck an der alten Stelle  befindet. Aber nach kurzer Kontrolle stellen alle Beteiligten fest: Das Loch ist dicht. Wir stellen fest, dass das Ventil undicht ist. Der professionelle Reifenhändler lehnt allerdings aus Haftungsgründen eine Reparatur ab, weil der Reifen ja schon mit einem „Docht“ geflickt ist. Immerhin schenkt er uns das neue Ventil und empfiehlt uns den Reifenfuzzi Nr. 3 aufzusuchen, der vielleicht das Ventil austauscht. Vielleicht, vielleicht auch nicht…Das klingt nicht besonders optimistisch und wo wir ja schon mal bei einem großen Reifenhändler sind, da fragen wir einfach mal nach einem Angebot für neue Schlappen. Das Profil unserer BFG Mud Terrain Reifen neigt sich ohnehin deutlich dem Ende und es zeigen sich vermehrt poröse Stellen. In Mexiko wollen wir ohnehin neue Pneus kaufen, denn auf der Baja California haben wir bereits ein gutes Angebot bekommen, welches deutlich unter den USA Preisen lag, ganz zu schweigen von den Preisen in Deutschland. Sehr zu unserem Erstaunen macht der freundliche Reifenfuzzi aber ein Angebot welches unter dem mex. Preis liegt und er hat sogar die neuen BFG All Terrain vorrätig. Er nimmt sogar drei unserer alten Reifen in Zahlung und so bekommt unser Landy ganz spontan neue Schluffen. Zwar ist die Optik wegen des anderen Profils jetzt „weniger offroad“ aber dafür (glauben wir zumindest) laufen die Reifen leiser – sofern man bei einem Landy von leiser sprechen kann.

Da es inzwischen schon spät ist verbringen wir die Nacht auf dem nahe gelegenen WalMart Parkplatz und setzen unsere Fahrt morgens „neu besohlt“ fort. Und da der Landy immer gut behandelt werden will erhält er auch noch einen großen Service - irgendwo nördlich von Tucson auf einem Schotterplatz. Danach noch ein paar Lebensmittel einkaufen und abends finden wir entlang der Strecke mal wieder ein Casino, auf dessen Parkplatz wir übernachten können. Für eine Zwischenübernachtung allemal okay.