Kebler Pass & Crested Butte – Farbenwunder der Natur

Am Morgen müssen wir uns leider von Sylke verabschieden. Nicht nur wir sind traurig, auch der Himmel verdrückt ein paar „Tränen“. Für Sylke geht‘s via Denver zurück in die Heimat. Unsere gemeinsame Zeit hier in Colorado war klasse!

Wir fahren weiter über den Kebler Pass zum hoch in den Bergen gelegenen Ort namens Crested Butte. Da es fast die ganze Nacht geregnet hat ist der Kebler Pass – eine Dirt Road - doch ein wenig aufgeweicht – das Fahrgefühl kennen wir ja bereits. Aber genau dafür haben wir ja einen Landy :-) Es geht in langsamem Tempo und bei Schneetreiben über den Pass (immerhin 3050 m hoch) durch einen der größten Espenwälder der Welt. Unser Timing ist perfekt - aufgrund der zuvor kalten Nächte scheinen die Herbstfarben selbst bei starker Bewölkung gerade zu explodieren. Das Espenlaub leuchtet wunderschön und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Fahrt über den Pass ist lohnenswert – sofern man das richtige Fahrzeug hat.

Passend zu den bunten Farben der Bäume werden wir im Bergort Crested Butte empfangen: In tolle Natur eingebettete farbenfrohe Häuser und eine belebte kleine Innenstadt mit gemütlichen Cafés, Restaurants und Geschäften. Nicht zu viel Rummel aber auch kein langweiliges Nest. Genau das, was wir suchen! Kaum angekommen stellen wir fest: Hier bleiben wir!  (frei nach Manu ;-)

Die nächsten Tage vergehen in der wunderbaren Umgebung und mit vielen sportlichen Aktivitäten wie im Flug. Neben ausgiebigen Wanderungen (u.a. erklimmen wir den Gipfels des Mount Crested Butte – 3700 Meter) wird auch Torstens Mountainbike über Pässe geradelt und mal wieder richtig dreckig gemacht und Doris macht in den schönen Espenwäldern einen dreistündigen Ausritt. Klasse!!! Klar, dass wir uns bei diesen Aktivitäten auch am späten Nachmittag mit der ein oder anderen Leckerei belohnen. Als kulinarisches Highlight erweist sich der Besuch beim Asia Bistro & Restaurant „Ryce“. Super Essen – wahrscheinlich der beste Asiate in unserem Leben. Für ein Essen abseits von Burgern, Steak oder Pizza in Crested Butte der Top Tipp!

Besonders erwähnenswert ist die großartige Hilfsbereitschaft und die Freundlichkeit von Joey und Bill Wheeler, Besitzer des Hotels Forest Queen sowie eines Baumaschinenverleih mit Propan-Auffüllstation. Bill befüllt problemlos unsere deutsche Flasche und beim Bezahlen lernen wir auch seine Frau Joey kennen. Beide erweisen sich als die perfekte Tourist-Information, denn sie kennen sich als echte Einheimische bestens in der Gegend in und um Crested Butte aus. Wir erhalten wertvolle Tipps zum wild campen und wandern und ganz nebenbei können wir hier auch noch unser Frischwasser auffüllen. Die beiden sind so nett, dass wir versprechen in den nächsten Tagen nochmal vorbei zu kommen. Nachdem wir dann 7 Tage viele der Tipps befolgen sagen wir zum Abschied Hallo und dürfen nicht nur wieder Wasser auffüllen sondern auch noch den total verdreckten Landy mit dem Hochdruckreiniger waschen. Was für nette Leute! Nach stundenlangem Austausch über Amerika und Europa müssen wir uns schweren Herzens von Joey & Bill sowie Crested Butte trennen. Ein absolutes Highlight unserer Reise!

@Joey & Bill: Thank you so much! What makes our stay so memorable is the warmth and generous spirit of people like you!