Vulkane: Mt. St. Helens + Mt. Rainier National Park

Von der Colombia River Gorge ging es gute 100 km durch dichten Wald – eine ideale Kulisse für die Verfilmung von Hänsel und Gretel. Dann erhaschen wir die ersten Blicke auf den mächtigen Vulkan Mount St. Helens. Erdzeitgeschichtlich gesehen ist dieser Vulkan erst „gestern“ ausgebrochen – 1981 um genau zu sein. Dabei ist die komplette Nordseite des Berges ab- und eingebrochen und der Berg ist seither ca. 130 Meter niedriger. Das Ausmaß der Zerstörung durch die Druck-/Aschewolke und den anschließenden Lavastrom ist heute, also nach über 30 Jahren, noch sehr gut zu erkennen. Dennoch ist auch sehr gut sichtbar, wie das Leben dort zurückkehrt und sich die Natur regeneriert und sich Stück für Stück ihren Platz zurück erkämpft.

Am nächsten Tag ging es dann zum Mount Rainer – dieser ebenfalls noch aktive Vulkan ist ringsherum mit Gletschereis bedeckt und erreicht eine Höhe von fast 4.400 m. In den niedriger gelegenen Zonen gibt es schöne Almwiesen, die uns ein wenig an die Alpen erinnern. Nur halt größer – versteht sich! Manche Teile erinnern uns auch an die Tundra in Norwegen. Das Gebiet gefällt uns sehr gut! Aufgrund schlechter Wetteraussichten haben wir gleich den Anreisetag für eine herrliche Rundwanderung genutzt. Der Gipfelblick blieb uns zwar verwehrt aber ansonsten konnten wir tolle Blicke genießen. Leider hatte der Wetterbericht dann recht und am späten Abend fing es an wie aus Kübeln zu regnen. Am nächsten Tag stand der Campingplatz am White River stark unter Wasser und die Berge ringsum waren wolkenverhangen. Drei Tage Dauerregen lautete die Wettermeldung. Deshalb haben wir uns schweren Herzens vom Mount Rainier verabschiedet und sind Richtung Seattle aufgebrochen.