Unser Oase: San Ignacio

Nach einem wieder einmal sehr guten Abendessen und einer ruhigen Nacht in Guerrero Negro fahren wir 150 km weiter auf der Mex 1. Wir passieren eine Militärkontrolle und dürfen nach ein paar freundlichen Worten ohne Kontrolle weiterfahren. Mitten im Grau und Braun der Wüste taucht dann plötzlich die Oase San Ignacio auf. Das kleine Dorf liegt eingebettet in Tausende von Dattelpalmen am Fluss. Hier gefällt es uns auf Anhieb! San Ignacio besitzt rund um eine schattig angelegte Plaza ein richtiges „Zentrum“. Direkt neben der Plaza befindet sich die historische Missionskirche von 1786, die von Jesuiten errichtet wurde und als zweitälteste Mission an der Westküste zählt. Der Zahn der Zeit nagt zwar kräftig an der alten Kirche, dennoch ist es ein schönes Gebäude mit original erhaltener Inneneinrichtung. Außen ist die Mission von einem kleinen Obst- und Kräutergarten umgeben. Unser Stellplatz „Don Chon“ für nur 70 Pesos (~4,50 €) pro Nacht liegt idyllisch unter Palmen direkt am Fluss – wir können sozusagen direkt aus Gypsy heraus ins kühlende Nass springen oder noch besser im Schwimmsessel einen kühlen Drink genießen ;-) Seht selbst!

Die Szenerie wird durch eine farbenfrohe und artenreiche Tierwelt abgerundet. Ganz besonders freunden wir uns mit dem Pelikan an. Der schwimmt gerne nur einen knappen Meter an uns vorbei ohne nervös zu werden. Warum auch – wir sind ja auch relaxed! Konsequenterweise mieten wir uns hier gleich für 4 Tage ein – wovon wir drei Tage die einzigen Camper sind. Aber wir stehen in einem eingezäunten Gelände und fühlen uns pudelwohl. Einkäufe und Erkundungen können wir gut mit den Fahrrädern erledigen und gönnen unserem Landy auch mal eine Ruhepause. Mitte Juli ist in San Ignacio und auf der Baja California nicht besonders viel los und so genießen wir die angenehmen Temperaturen der Palmenoase, den Fluss und erfreuen uns am Nichtstun. Es scheint, als ob wir langsam die Vorzüge der Baja kennenlernen.