Great Basin National Park

Aufgrund von einigen Empfehlungen von US-Amerikanern (stets mit Vorsicht zu genießen, denn bei Amerikanern ist alles irgendwie phantastisch oder großartig) sind wir zum sehr abseits gelegenen Great Basin National Park (Nevada) gefahren. Das ist der einzige National Park in Nevada und relativ unbekannt – angeblich belegt er bezüglich der Besucherzahlen nur Platz 49 von 58! Unseres Erachtens völlig zu unrecht. Wie aus dem Nichts erhebt sich der Park auf einer Hochebene auf ca. 3000 m Höhe und weist einen Gipfel mit 3982 Metern aus. Bei der Anfahrt durchfährt man 6 verschiedene und wunderschöne Vegetationszonen. Absolut zu empfehlen ist die Besichtigung der interessanten Tropfsteinhöhle „Lehmann Caves“. So nah kommt man nie wieder an Stalagmiten und Stalaktiten heran – unglaublich. Noch beeindruckender war für uns das Erlebnis auf dem Bristlecone Pines Trail. Die hier wachsenden „Grannen- oder Borstenzapfenkiefern“ werden bis zu 5000 Jahre alt!!! Da stehst du neben einem Baum, der 2000 v. Chr. angefangen hat zu wachsen und der heute noch lebt - und das in einer Umgebung die karger und rauer kaum sein könnte. Wirklich bemerkenswert. Die Bäume sollen die weltweit ältesten Lebewesen sein. Selbst wenn ein Baum abgestorben ist, so verrottet das Holz nicht, sondern es erodiert. Verblüffend. Die Stämme dieser Bäume und die Kieferzapfen sind wunderschön. Bei einer weiteren Wanderung am nächsten Tag haben wir auf der Hochebene herrliche Bergwiesen und Wälder durchquert. Wilde, unberührte und hochalpine Natur. Grandios! Great Basin hat uns besonders gut gefallen und ist eine echte Empfehlung. Dank der Höhenlage sind die Temperaturen auch sehr angenehm.

Jetzt lasst mal den Stift und die Gedanken 5 Minuten ruhen und lasst die Bäume auf Euch wirken - das beruhigt und entspannt unglaublich!